Der Vorsitzenden der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bertram Meier Der Vorsitzenden der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bertram Meier 

D: Bischöfe empfangen muslimische Gläubige

Katholische und muslimische Geistliche und Gläubige haben Offenheit und Solidarität gegenüber der jeweils anderen Religion angemahnt. Ihre Appelle äußerten sie beim Jahresempfang der Deutschen Bischofskonferenz für die Akteure im christlich-islamischen Dialog in Frankfurt am Freitag.

Die Menschen bräuchten echte Solidarität, wenn sie aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit Anfeindungen und Übergriffe erführen, so der Augsburger Bischof Bertram Meier. Antisemitismus, Islam- und Menschenfeindlichkeit dürften in der Gesellschaft keinen Platz haben. Meier betonte, dass Christen und Muslime trotz Unterschieden in der Glaubenslehre geistliche Berührungspunkte teilten. Beide Religionen vertrauten sich einem barmherzigen Schöpfergott an.

Vertrauen und Miteinander

Die Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft, Dunya Elemenler, warb in ihrem Grußwort für aktives Handeln. Es gehe darum, Vertrauen wachsen zu lassen, so die Muslimin. Denn am Ende entscheide sich die Zukunft des interreligiösen Dialogs im Miteinander der Menschen. Dabei könne gegenseitige Wertschätzung und vielleicht sogar Freundschaft entstehen.

Gegen ideologische Vereinfachung

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler und der muslimische Religionspädagoge und Imam Abualwaffa Mohammed berichteten über ihre gemeinsamen Dialogerfahrungen, über die sie 2025 ein Buch veröffentlichten. Glettler mahnte zu einer offenen Haltung an, während der Imam vor ideologischen Vereinfachungen warnte.

(kna – cf)

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28. März 2026, 10:52