Kardinal Hollerich beim Interview mit einer Journalistin Kardinal Hollerich beim Interview mit einer Journalistin 

D: Kardinal Hollerich sieht Frauenfrage weiter offen

Die Frage nach Frauen in Weiheämtern ist für den Luxemburger Erzbischof noch nicht abgeschlossen. Das betonte Kardinal Jean-Claude Hollerich am Rande eines Symposions an der Universität Bonn. Der ebenfalls anwesende Essener Bischof Franz-Josef Overbeck äußerte sich bei derselben Gelegenheit zum Synodalen Weg.

Der Luxemburger Erzbischof, Kardinal Jean-Claude Hollerich, äußerte sich am Rande eines Symposions in Bonn zur Frage nach Frauen in Weiheämtern. Für ihn sei die Frage noch nicht abgeschlossen. Er könne sich keinen dauerhaften Bestand der Kirche vorstellen, wenn die Hälfte des Volkes Gottes leide, weil sie keinen Zugang zu Weiheämtern habe. Gleichzeitig mahnte der Kardinal Geduld an, bis alle Kulturen diese Frage auf gleiche Weise aufgreifen könnten.

Bischof Overbeck zum Synodalen Weg

Bei derselben Gelegenheit äußerte sich der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zum Synodalen Weg. Für ihn überwiege trotz aller Herausforderungen die Hoffnung, dass es ein lohnender Weg sei, so der Bischof. Dass ein solcher Prozess nicht in allen Phasen spannungsfrei verlaufen konnte, verstehe sich dabei von selbst. In diesem Zug warb Overbeck auch für den weltweiten synodalen Prozess. Der Synodale Weg sei auf die Erfahrungen der Weltkirche angewiesen, nicht zuletzt als hilfreiches Korrektiv für die eigene Entwicklung.

Beide Kirchenvertreter äußerten sich bei einem Symposium an der Universität Bonn, das den Titel „Synodalität und Praedicate Evangelium – zwei Grundelemente der Kirchenreform von Papst Franziskus" trug. Weitere Referenten waren die Kardinäle Óscar Rodríguez Maradiaga und Oswald Gracias, der Rottenburger Bischof Klaus Krämer sowie der Theologe und frühere Misereor-Geschäftsführer Josef Sayer und die Theologinnen Margit Eckholt und Klara-Antonia Csiszar.

(kna – cf)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

20. März 2026, 10:15