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Österreich: Großes Synodalitäts-Symposium angekündigt

Vom 14. bis 17. September 2026 wird das Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels (Oberösterreich) zum Zentrum der europäischen Synodalitäts-Debatte. Unter dem Titel „Synodalität in Europa gestalten: Von der Vision zur Roadmap“ soll ein verbindlicher Fahrplan für die kommenden Jahre erarbeitet werden.

Das Symposium steht unter der Schirmherrschaft des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Es gilt als zentraler Meilenstein auf dem Weg zur „Europäischen Kirchenversammlung“ im Frühjahr 2028, die wiederum der weltweiten Versammlung im Oktober desselben Jahres vorausgehen wird.

Ein Dreiklang der Erneuerung

Das Programm der viertägigen Konferenz ist in drei thematische Blöcke unterteilt, die den Übergang von der spirituellen Theorie zur kirchlichen Praxis markieren. Zunächst geht es um Liturgie und Weltbezug (14. September). Der Auftakt widmet sich der Frage, wie Gottesdienste gestaltet sein müssen, um die Gläubigen nicht aus der Welt zurückzuziehen, sondern sie zu befähigen, die Realität mit „den liebenden Augen Gottes“ zu sehen. Dann werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Hören auf den Kontinent (15. September) debattieren. Am zweiten Tag steht nämlich der europäische Kontext im Fokus. Eine synodale Kirche soll sich nicht vor den Wunden und Konflikten des Kontinents verstecken, sondern dort präsent sein, wo die Gräben am tiefsten verlaufen. Die Strukturen für die Mission (16. September) sind der dritte Teil und widmet sich der konkreten Umsetzung. Es geht nicht um „kosmetische Korrekturen“, sondern um eine Neugestaltung von Ämtern und Entscheidungsprozessen, die jeden Getauften ernst nehmen.

Breite Beteiligung und internationale Vernetzung

Organisiert wird die Tagung in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe für Synodalität an der Katholischen Privat-Universität Linz. Um den Austausch über Sprachbarrieren hinweg zu ermöglichen, werden alle Vorträge simultan auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch übersetzt.

Das Ziel der Veranstalter ist klar definiert: Es soll kein bloßer Austausch von Theorien sein, sondern die Erstellung einer konkreten „Roadmap“. Man wolle eine Kirche gestalten, die „dort hinsieht, wo andere wegsehen, und dort zuhört, wo andere schweigen“.

(pm - mg)

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18. März 2026, 12:23