Schwangerschaftsabbruch - Symbolbild Schwangerschaftsabbruch - Symbolbild  (©Natalya Lys - stock.adobe.com)

D: Gut 4.000 Menschen beim „Marsch fürs Leben" in München

Gegner und Befürworter von Abtreibungen prallen bei Kundgebungen in München aufeinander. „Überwiegend friedlich", bilanziert die Polizei.

Beim „Marsch fürs Leben" in München sind die Sicherheitskräfte am Samstagnachmittag stark gefordert worden. „In der Spitze" hätten an dem Marsch etwa 4.500 Personen teilgenommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bis zu 4.000 Personen habe die Gegenkundgebung „Pro Choice" mobilisiert. Die Versammlungen seien „überwiegend friedlich" verlaufen, nur vereinzelt sei es zu Sicherheitsstörungen gekommen. Vereinzelt suchten Personen aus beiden Lagern miteinander das Gespräch über die Absperrungen hinweg.

Hauptredner beim „Marsch fürs Leben" war Mathias von Gersdorff, Vorsitzender der „Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum". Der Politaktivist sagte, in Deutschland breite sich eine „Kultur des Todes" rasant aus. Dies zeige sich auch bei den Menschen, „die hier rumbrüllen und gegen das ungeborene Leben agitieren".

Obianuju Ekeocha, aus Nigeria stammende Biomedizinerin, prangerte europäische Versuche an, Abtreibung nach Afrika zu exportieren. Dazu werde auch deutsches Steuergeld in der staatlichen Entwicklungshilfe eingesetzt. Zur Kundgebung des Marsches auf dem Königsplatz begrüßte der russisch-orthodoxe Bischof Hiob Bandmann aus Stuttgart die Teilnehmer. Der katholische Regensburger Weihbischof Josef Graf spendete den Schluss-Segen. Vier katholische Bischöfe hatten Grußworte geschickt, so der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, Bischof Stefan Oster aus Passau und der scheidende deutsche Papstbotschafter Nikola Eterovic.

(kna – gs)

 

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19. April 2026, 17:44