Kardinal Reinhard Marx Kardinal Reinhard Marx  (AFP or licensors)

D: Kardinal Marx sieht keine akute Finanzkrise im Vatikan

Kardinal Reinhard Marx äußerte sich im Interview mit der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“. Der Münchner Erzbischof ist seit 2014 Koordinator des Wirtschaftsrates für den Vatikan und den Heiligen Stuhl.

Von einer existenziellen Finanzkrise könne keine Rede sein. Marx beklagte, dass es beim Heiligen Stuhl und im Vatikan mehrere Wirtschaftseinheiten gebe, die je eigene Bilanzen vorlegen und getrennt kommunizieren. „Das muss besser werden.“ Der Kardinal verwies zudem auf Pläne, eine eigene vatikanische Fundraising-Abteilung zu gründen. Dies halte er für richtig.

Der Heilige Stuhl ist die zentrale Leitung der katholischen Weltkirche und hat als Träger des Kurienpersonals, des teuren diplomatischen Dienstes und der Vatikanmedien jährlich hohe Ausgaben. Ohne Überweisungen aus den Gewinnen der Vatikanbank und des Vatikanstaats, zu dem auch die Vatikanischen Museen gehören, wäre er nicht überlebensfähig, so Marx.

Laut Marx bleibt trotz der Querfinanzierung aus den Gewinnen von Vatikanbank und Vatikanstaat die Finanzierung des Pensionsfonds der Angestellten ein Problem. Dies sei „wie bei fast allen Institutionen weltweit". Die weltweite jährliche Kollekte des Peterspfennigs reiche nicht aus, um diese Kosten zu tragen.

(kna – cf)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

23. April 2026, 13:03