Die traditionelle Kreuzwegsandacht im Kolosseum Die traditionelle Kreuzwegsandacht im Kolosseum  (ANSA)

Karfreitag: Woran sich die Gläubigen erinnern

Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Kreuzestodes Jesu Christi in Erwartung seiner Auferstehung. Nach christlichem Glauben nahm Jesus Christus im Kreuzestod freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich.

Für die katholische Kirche ist der Karfreitag Teil des sogenannten Triduum Sacrum, der drei heiligen Tage vor Ostern, die das zentrale Geheimnis des Glaubens – Leiden, Tod und Auferstehung – umfassen. Die Bezeichnung des Feiertags leitet sich ab vom althochdeutschen Begriff "kara", der so viel bedeutet wie „Trauer" oder „Klage". 

Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu Christi

Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Kreuzestodes Jesu Christi und richtet dabei zugleich den Blick auf die Hoffnung seiner Auferstehung. Nach christlichem Verständnis hat Jesus in seinem Leiden und Sterben freiwillig die Sünden und die Schuld der Menschheit auf sich genommen und damit einen Akt tiefster Hingabe vollzogen. Durch seinen Tod und die Auferstehung eröffnet sich den Gläubigen der Weg zur Vergebung der Sünden, zur Erlösung vom Tod und zur Hoffnung auf ein ewiges Leben.

Der zentrale Gottesdienst der katholischen Kirche am Karfreitag ist die Feier vom Leiden und Sterben Christi, die traditionell am Nachmittag begangen wird. In der Regel beginnt sie um 15 Uhr, der überlieferten Todesstunde Jesu. Seit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils ist die liturgische Farbe dieses Tages nicht mehr Schwarz, sondern Rot. Diese Farbe steht symbolisch für das Blut, das Jesus in seinem Leiden und Sterben vergossen hat.

Karfreitag in Rom

Papst Leo XIV. nimmt am Karfreitag nach der Karfreitagsliturgie um 17 Uhr im Petersdom an der traditionellen Kreuzwegandacht im Kolosseum teil und wird selbst das Kreuz entlang der 14 Stationen tragen. Damit ist zum ersten Mal seit 2022 wieder ein Papst bei dieser Andacht anwesend. Papst Franziskus hatte zuletzt wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes auf eine Teilnahme verzichten müssen.

(vatican news)

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03. April 2026, 09:24