D: Bischof bekräftigt Verbot von geplanten Weihen bei Piusbrüdern
Die Weihe soll am 1. Juli in Écône im Wallis in der Schweiz erfolgen. Einer der Kandidaten ist der 53-jährige Pascal Schreiber. Der Schweizer ist seit 2020 Regens des Priesterseminars Herz Jesu der Piusbrüder, das seinen Sitz in Zaitzkofen im Bistum Regensburg hat. Da bereits Papst Leo XIV. die Weihe wegen lehrmäßiger Differenzen mit den Piusbrüdern nicht erlaubt hat, droht den Kandidaten sowie dem weihenden Bischof nach dem Kirchenrecht die von selbst eintretende Exkommunikation, also der Ausschluss aus der Kirchengemeinschaft.
Vatikan: Schismatischer Akt
Der vatikanische Glaubenspräfekt Víctor Manuel Fernández hatte Mitte Mai in einem eigenen Schreiben die „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ erneut ausdrücklich gewarnt, dass die von ihr geplanten Bischofsweihen ohne päpstlichen Auftrag „einen schismatischen Akt“ darstellten. Wörtlich schrieb er in der Erklärung aus dem Dikasterium für die Glaubenslehre:
„Der Heilige Vater betet weiterhin darum, dass der Heilige Geist die Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X. erleuchte, damit sie von der außerordentlich schwerwiegenden Entscheidung, die sie getroffen haben, wieder Abstand nehmen.“
Ortsbischof bekräftigt Warnung
In der Stellungnahme von Bischof Voderholzer, die der Katholischen Nachrichten-Agentur vorliegt, stellt dieser klar, dass die Piusbruderschaft die notwendigen rechtlichen Bedingungen der römisch-katholischen Kirche für die Weihe missachte. Durch dieses Verhalten sehe er sich erneut genötigt, „die Ordnung der Kirche zu schützen und als Ordinarius loci die unerlaubten Weihespendungen wie auch in den vergangenen Jahren für den Bereich der Diözese Regensburg zu untersagen“.
Er hoffe, dass die Priesterbruderschaft sich künftig ehrlich bemühe, zur vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zurückzukehren, so der Bischof. Dies erweise sich eben auch in der Achtung der Normen des Rechts der Kirche. In Zaitzkofen werden laut den Piusbrüdern mehr als 50 angehende Priester und Brüder aus 16 Ländern ausgebildet.
(kna – sk)
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