D: Bischof Wilmer ruft zu mehr Dialog auf
Angesichts von oft mangelnder Empathie und Menschen, die Mitgefühl als Schwäche abwerteten, warb Wilmer dafür, der jüdisch-christlichen Tradition neu Gehör zu verschaffen. Sie erinnere daran, dass Gott den Menschen in seiner ganzen Verletzlichkeit ernst nehme – „mit Weinen, mit Lachen, mit Erfahrung, mit Empathie, mit Zorn, mit Liebe“.
Der Bischof von Münster äußerte sich auf einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Verantwortung für eine Gesellschaft in Unruhe“ in der katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster. Mit dabei waren auch die Moraltheologin Katharina Klöcker aus Erfurt und die Düsseldorfer Staatsrechtlerin Charlotte Kreuter-Kirchhof.
Kirche soll Menschen zusammenbringen
Ähnlich äußerte sich Klöcker, die das Zuhören den Angaben zufolge als eine Grundvoraussetzung demokratischen Zusammenlebens bezeichnete. Demokratie brauche „Hellhörigkeit“ - also die Bereitschaft, Zwischentöne wahrzunehmen, Unsicherheiten auszuhalten und sich immer wieder selbst zu hinterfragen.
AfD – „Wir müssen darüber reden“
Die Deutsche Bischofskonferenz hatte 2024 die Erklärung „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ veröffentlicht. Darin nannten die katholischen Bischöfe ausdrücklich die AfD und stuften sie als nicht wählbar für Christinnen und Christen ein.
(kna – pr)
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