Zerstörung nach dem Angriff auf zwei Dörfer im nigerianischen Bundesstaat Kwara Zerstörung nach dem Angriff auf zwei Dörfer im nigerianischen Bundesstaat Kwara  (AFP or licensors)

Papst erschüttert über Terrorangriffe in Nigeria

Die jüngsten Terrorangriffe in Nigeria bereiten Papst Leo XIV. Sorge. Die zuständigen Behörden müssten dafür sorgen, dass die Sicherheit und der Schutz des Lebens eines jeden Bürgers gewährleistet seien, so die Aufforderung des Papstes, der außerdem an den Weltgebetstag gegen Menschenhandel erinnerte und die Opfer von Naturkatastrophen in Europa und Marokko seines Gebets versicherte.

„Mit Schmerz und Sorge habe ich von den jüngsten Angriffen auf verschiedene Gemeinden in Nigeria erfahren, die schwere Verluste an Menschenleben verursacht haben. Ich versichere alle Opfer von Gewalt und Terrorismus meiner Verbundenheit im Gebet. Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden sich weiterhin entschlossen dafür einsetzen, die Sicherheit und den Schutz des Lebens jedes Bürgers zu gewährleisten“, unterstrich der Papst mit Blick auf die jüngsten Nachrichten von Entführungen und Massakern an der Zivilbevölkerung in Nigeria.

Von diesem Wochenende ist die Nachricht, dass im Norden Nigerias in den vergangenen Tagen bei verschiedenen Attacken erneut mindestens 51 Menschen entführt und sechs Menschen getötet wurden. Schauplatz der Gewalttaten war Medienangaben zufolge der Süden des Bundesstaates Kaduna, im Norden des Landes. Dabei handelt es sich um die Gegend mit christlicher Bevölkerungsmehrheit, in der bereits im Januar mehr als 180 Menschen entführt worden waren. Diese Gruppe Verschleppter ist mittlerweile wieder in Freiheit.

Am 3. Februar hingegen hatten Hunderte von islamistischen Extremisten zwei Dörfer im Kwara-Bundesstaat überfallen und etwa 170 Bewohner wahllos dahingemetzelt. Der Angriff folgte auf die Weigerung der Dorfgemeinschaft, die Scharia-Gesetzgebung einzuführen.

Hier der Beitrag zum Nachhören

Dank an Ordensfrauen für Einsatz gegen Menschenhandel

Bei seinem Mittagsgebet erinnerte Papst Leo auch an den Weltgebetstag gegen Menschenhandel, den Papst Franziskus 2015 einberufen hatte und den die Kirche jährlich am 8. Februar begeht. Der 8. Februar ist der Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita.

„Ich danke den Ordensfrauen und allen, die sich für die Bekämpfung und Beseitigung der heutigen Formen der Sklaverei einsetzen. Gemeinsam mit ihnen sage ich: Frieden beginnt mit Würde!“ Unter diesem Motto, das den ersten Worten von Leo XIV. nach seiner Wahl zum Papst entlehnt ist, wird der Welttag in diesem Jahr begangen. Papst Leo hat wie üblich auch eine Botschaft beigesteuert, in der er insbesondere auf den Zusammenhang zwischen globalen Krisen und moderner Ausbeutung hinwies.

Überflutete Straße in Grazalema, Spanien
Überflutete Straße in Grazalema, Spanien   (AFP or licensors)

Gebet für Opfer von Naturereignissen

Außerdem verlieh er seiner Solidarität mit den Menschen, die von den aktuellen Schlechtwetterereignissen in Europa und in Nordafrika betroffen sind, Ausdruck: „Ich versichere meine Gebete für die Menschen in Portugal, Marokko, Spanien – insbesondere in Grazalema in Andalusien – und Süditalien – insbesondere in Niscemi auf Sizilien –, die von Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht wurden. Ich ermutige die Gemeinden, unter dem mütterlichen Schutz der Jungfrau Maria vereint und solidarisch zu bleiben“, so der Papst.

(vatican news - cs)

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08. Februar 2026, 12:35