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Papst an US-Lokalpolitiker: „Dienst als Kern authentischer Autorität“

Papst Leo XIV. hat am Montag eine Delegation der Illinois Municipal League (IML) im Vatikan empfangen. Die Organisation mit Sitz in Springfield vertritt die Interessen von rund 1.300 Kommunen des US-Bundesstaates Illinois gegenüber der einzelstaatlichen und föderalen Ebene.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In seiner Ansprache schlug der Papst eine Brücke von der Liturgie der Karwoche zur Verantwortung politischer Entscheidungsträger. Er betonte, dass der Kern „authentischer Autorität“ im Dienst liege. Das österliche Geheimnis zeige, dass selbst schwierigste Umstände durch die Kraft der Liebe von innen heraus transformiert werden könnten.

An die anwesenden Bürgermeister und Verwaltungsvertreter gerichtet, erklärte er: „Als Männer und Frauen, die mit der Regierungsverantwortung betraut sind, sind auch Sie gerufen, das Geschenk des Dienstes zu entdecken und vorzuleben.“ Insbesondere gelte es, auf die Bedürfnisse der schwächsten und am meisten gefährdeten Mitglieder der Gesellschaft zu achten, um deren ganzheitliche menschliche Entwicklung zu fördern.

Kommunen als Orte der Begegnung

Unter Bezugnahme auf den ehrwürdigen Diener Gottes Giorgio La Pira, den ehemaligen Bürgermeister von Florenz, erinnerte der Papst daran, dass lokale Amtsträger das Leid ihrer Bürger mit allen Maßnahmen lindern sollten, die „die Liebe nahelegt und das Gesetz vorsieht“. Er mahnte an, dass Kommunen keine „anonymen Orte“ seien, sondern aus Gesichtern und Geschichten bestünden, die als „kostbare Schätze“ zu achten seien.

„Ich ermutige Sie, weiterhin den Armen, den Migranten und den Geringsten unter Ihnen zuzuhören“, so der Papst weiter. Ziel müsse es sein, jede Gemeinde zu einem Ort der „echten Begegnung“ zu machen, der jedem Individuum die Möglichkeit zur Entfaltung bietet.

Bezug zu Chicago und lokaler Geschichte

Zum Abschluss seiner Rede stellte Papst Leo XIV. den Dienst der Delegation unter den Schutz der heiligen Franziska Xaveria Cabrini. Er verwies dabei explizit auf ihr langjähriges Wirken in Chicago, der bevölkerungsreichsten Stadt des Bundesstaates Illinois, wo sie sich mit großem Einsatz den am meisten gefährdeten Menschen gewidmet hatte.

Der Papst drückte seine Dankbarkeit für den täglichen Dienst der Mandatsträger aus und versicherte sie seines Gebets, bevor er der Delegation und deren Angehörigen den Segen erteilte.

(vatican news)

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30. März 2026, 12:12