Zerstörung in einem Dorf im Süden des Libanon Zerstörung in einem Dorf im Süden des Libanon  (AFP or licensors)

Leo XIV. warnt vor Eskalation im Nahen Osten - Dialog nötig

Papst Leo ist besorgt über die Situation im Iran und im gesamten Nahen Osten. Aus der Region erreichten uns „weiterhin Nachrichten, die Bestürzung hervorrufen“, so das Kirchenoberhaupt vom Fenster des Apostolischen Palastes. Er warnte vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs, die dazu führen könnte, dass „andere Länder der Region“, darunter auch der Libanon, „erneut in Instabilität versinken“ könnten.

„Liebe Brüder und Schwestern, aus dem Iran und dem gesamten Nahen Osten erreichen uns weiterhin Nachrichten, die tiefe Bestürzung hervorrufen“, so der Papst im Anschluss an sein Mittagsgebet am 8. März. Mehrfach hatte Leo XIV. schon seine Sorge über eine Eskalation der Kriegshandlungen im Nahen Osten ausgedrückt, so auch an diesem Sonntag: „Zu den Gewalttaten und Zerstörungen sowie dem weit verbreiteten Klima des Hasses und der Angst kommt die Befürchtung hinzu, dass sich der Konflikt ausweiten könnte und andere Länder der Region, darunter auch der liebe Libanon, erneut in Instabilität versinken könnten.“

Krieg hat schon längst die Grenzen übersprungen

Immer mehr Menschen sind im Libanon wegen der Angst vor israelischen Angriffen als Reaktion auf Aktivitäten der Hisbollah auf der Flucht. Von diesem Samstag ist die Nachricht, dass bei einem Flugzeugangriff am frühen Morgen in der Stadt Shamshtar vier Kinder derselben Familie gemeinsam mit ihrer Mutter getötet wurden. Auch im Iran sind zahlreiche zivile Opfer zu beklagen.

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„Wir erheben unser demütiges Gebet zum Herrn, damit das Donnern der Bomben verstummt, die Waffen schweigen und ein Raum für den Dialog entsteht, in dem die Stimme der Völker gehört werden kann“, fuhr der Papst in seinem Appell vor rund 15.000 Menschen auf dem Petersplatz fort:

„Ich vertraue diese Bitte Maria, der Königin des Friedens, an: Sie möge für diejenigen Fürsprache einlegen, die unter dem Krieg leiden, und die Herzen auf den Weg der Versöhnung und Hoffnung führen.“

(vatican news - cs)

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08. März 2026, 12:59