November 2025: Papst Leo beim Mittagessen mit Bedürftigen im Vatikan November 2025: Papst Leo beim Mittagessen mit Bedürftigen im Vatikan  (ANSA)

Papst würdigt katholisches Philanthropie-Netzwerk

Zum 50-jährigen Bestehen des „FADICA-Catholic Philanthropy Network“ hat Papst Leo den Mitgliedern des internationalen Zusammenschlusses katholischer Stiftungen und Förderorganisationen seine Glückwünsche übermittelt. In der diesen Freitag veröffentlichten Botschaft dankt er den Verantwortlichen für ihr langjähriges Engagement zugunsten kirchlicher Initiativen und sozialer Projekte weltweit und erinnert an das Gebot der christlichen Nächstenliebe.

Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

„Ich sende herzliche Glückwünsche an Sie und an alle, die den 50. Jahrestag des FADICA-Catholic Philanthropy Network feiern“, heißt es in dem Schreiben, das an die Präsidentin des in Washington ansässigen Netzwerks, Alexia Kelley, adressiert ist. Der Papst würdigt die seit der Gründung im Jahr 1976 geleistete Arbeit und dankt „für die großzügige Unterstützung verschiedener Dikasterien der Römischen Kurie sowie zahlreicher katholischer Initiativen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt“.

Fastenzeit: Zeit für Gebet, Fasten und Werke der Nächstenliebe

Das Jubiläum fällt in die Fastenzeit – eine Zeit, in der die Kirche traditionell zu Gebet, Fasten und Werken der Nächstenliebe aufruft. In diesem Zusammenhang erinnert Leo XIV. an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Jesus habe gezeigt, dass christliche Nächstenliebe darin bestehe, sich selbstlos für andere einzusetzen – auch für Menschen, denen man zuvor nie begegnet ist.

Menschen helfen, die nichts zurückgeben können

Das Gleichnis verweise auf „Gottes Stil der Nähe, des Mitgefühls und der zärtlichen Liebe“. Wer Bedürftigen helfe – besonders denen, die nichts zurückgeben können –, werde zum Werkzeug Gottes. „Jeder Akt der Nächstenliebe ist in gewisser Weise ein Widerschein der Gottesliebe“, zitiert Papst Leo in seiner Botschaft aus dem Lehrscheiben über die Liebe zu den Armen, Dilexi te.

Die Projekte der Nächstenliebe

Lobende Worte findet das Kirchenoberhaupt für die konkreten Projekte des Netzwerks: Programme zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und der Stärkung katholischer Bildung, zum Schutz der Menschenwürde und zur Unterstützung besonders verletzlicher Menschen. Diese Initiativen seien „ein wahrer Ausdruck der Liebe Gottes“. Zugleich äußert der Pontifex die Hoffnung, dass das Engagement der Organisation auch andere dazu inspirieren möge, durch den Dienst an den Bedürftigen zu einer erneuerten Begegnung mit Christus zu finden und sich bewusster an der Sendung der Kirche zu beteiligen.

Der Papst schließt seine Botschaft mit dem Aufruf, die begonnene „lobenswerte Mission“ fortzusetzen, im Vertrauen auf die Gewissheit, dass „der Allerhöchste sich in seiner Großzügigkeit gegenüber denen, die ihm in den Bedürftigsten dienen, nicht übertreffen lässt“ (Dilexi te, 45).

(vaticannews – skr)
 

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13. März 2026, 08:04