Papst erinnert an Attentat auf Johannes Paul II. von 1981 - Maria als Vorbild und Mutter der Kirche
Am 13. Mai 1981 wurde der polnische Papst bei einem Anschlag auf dem Petersplatz angeschossen und überlebte nur knapp. Daran erinnerte Leo XIV. an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz. Bei der Fahrt im Papamobil über den Petersplatz hielt er an der Stelle an, wo der polnische Papst 1981 niedergeschossen wurde, und kniete an dem Gedenkstein nieder, der dort in den Boden eingelassen ist.
Attentat auf Johannes Paul II. vor 45 Jahren
Johannes Paul II. hatte sein Überleben des Attentats, das sich exakt am Jahrestag der ersten Marienerscheinungen von Fatima ereignete, dem Eingreifen der Madonna zugeschrieben. Er ließ eine der Attentatskugeln später in die Krone der Madonna von Fatima einsetzen. Der Gedenktag der seligen Jungfrau Maria von Fatima erinnert an die erste der sechs Marienerscheinungen im Jahr 1917, bei der die Muttergottes in Portugal drei Hirtenkindern erschien.
Maria als Vorbild der Kirche
In seiner Katechese, die er Johannes Paul II. widmete, ging der Papst am Mittwoch auf Maria als Vorbild der Kirche ein und griff Passagen der dogmatischen Konstitution Lumen gentium auf (vgl. Lumen gentium, 52-69). Maria wird dort als „klarstes Urbild im Glauben und in der Liebe“ anerkannt. Die Gottesmutter sei „Mutter der gesamten kirchlichen Gemeinschaft“ und „vollkommenes Vorbild dessen, wozu die ganze Kirche berufen ist: Geschöpf des Wortes des Herrn und Mutter der Kinder Gittes, die im Gehorsam gegenüber dem Wirken des Heiligen Geistes geboren wurden“, führte Leo XIV. dazu weiter aus.
Bedingungslose Offenheit für das göttliche Geheimnis
In der Madonna zeige sich die „bedingungslose Offenheit für das göttliche Geheimnis“ in höchster Form, so der Papst. Maria sei eine historisch konkrete Frau gewesen, „der die außergewöhnliche Erfahrung zuteilwurde, die Mutter des Erlösers zu werden“, und die diese „unverdiente Erwählung durch Gott“ mit „freier Zustimmung des Glaubens“ angenommen habe. „Maria ist daher die Frau, die das Geheimnis verkörpert, das heißt den göttlichen Heilsplan, der einst verborgen war und in Jesus Christus in seiner Fülle offenbart wurde“, so Leo XIV. Am Erlösungswerk habe sie „in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt“ (vgl. LG 61).
Die Jungfrau Maria verweise auf das Geheimnis und die Berufung der Kirche, fuhr der Papst fort. Sie könne uns lehren, „die Kirche zu lieben und in ihr der Vollendung des Reiches Gottes zu dienen“, so Leo XIV. Er rief alle Gläubigen dazu auf, sich vom Beispiel der Madonna inspirieren zu lassen und sie um Unterstützung bei unserem Wirken als Glieder der Kirche zu bitten.
Glaube und Zugehörigkeit
Der Papst ermutigte die Gläubigen bei der Generalaudienz zur Gewissensprüfung. Sie sollten sich fragen:
„Lebe ich meine Zugehörigkeit zur Kirche in demütigem und aktivem Glauben? Erkenne ich in ihr die Gemeinschaft des Bundes, die Gott mir geschenkt hat, um seiner unendlichen Liebe zu entsprechen? Fühle ich mich als lebendiger Teil der Kirche, im Gehorsam gegenüber den von Gott gesandten Hirten? Betrachte ich Maria als Vorbild, als vorbildliches Glied und Mutter der Kirche, und bitte ich sie, mir zu helfen, ein treuer Jünger ihres Sohnes zu sein? Liebe Schwestern und Brüder, möge der Heilige Geist, der auf Maria herabgekommen ist und den wir in Demut und Vertrauen anrufen, uns die Gnade schenken, diese wunderbaren Wahrheiten in vollem Umfang zu leben.“
(vatican news - pr)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
