Papst Leo XIV. würdigt US-Caritas als Anwältin der Armen
Mario Galgano - Vatikanstadt
Die Organisation fungiert als Dachverband für zahlreiche lokale Akteure, die landesweit Hilfe für Arme, Obdachlose und Benachteiligte leisten und damit eine zentrale Säule des Sozialwesens der katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten darstellen.
Herausforderungen der Hilfsarbeit
In seiner Ansprache reflektierte der Papst über die Herausforderungen, mit denen karitative Einrichtungen in der heutigen Zeit konfrontiert sind. Er nannte dabei explizit die Schwierigkeit, ausreichende Ressourcen zu beschaffen, und die Notwendigkeit, das soziale Handeln als wesentlichen Bestandteil eines authentischen christlichen Lebens zu vermitteln. Das Kirchenoberhaupt zeigte sich informiert darüber, dass auch die Hilfseinrichtungen in den Vereinigten Staaten nicht immun gegenüber Frustration seien, besonders wenn Hilfsmöglichkeiten an Grenzen stoßen. Er ermutigte die Anwesenden, in solchen Momenten auf die biblische Zusage der ständigen Gegenwart Christi zu vertrauen.
„Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass die Einrichtungen der Catholic Charities in den Vereinigten Staaten von Amerika keineswegs immun gegen diese Herausforderungen sind, die sich auch in unserer heutigen Zeit weiterhin zeigen. Doch gerade wenn wir mit solchen Hindernissen konfrontiert sind, müssen wir lernen, die Stimme Jesu zu hören, der uns erneut sagt: ‚Ich bin immer bei euch!‘ Auch heute noch kommt Christus seinen Jüngern nahe, um sie zu begleiten, besonders in Momenten der Frustration und des Zweifels, so wie er es bei dem Apostel Thomas und den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus getan hat.“
Deshalb wolle er sie ermutigen, sowie ihre verdienstvollen Bemühungen würdigen und ihnen seine Dankbarkeit dafür aussprechen, dass sie bereit seien, „das Barmherzigkeitswerk unseres Herrn fortzuführen, insbesondere gegenüber den Geringsten unter uns“. Damit versuchten sie, Lösungen für unmenschliche Situationen zu finden, das Leid von Einzelpersonen und Familien zu lindern und die Last derer zu erleichtern, die von Not und Unfrieden bedrückt seien, fügte er an.
„Unter all diesen Umständen muss es die Nächstenliebe Christi sein, die euch in eurer täglichen Arbeit antreibt. Das heißt, der Wunsch, anderen mit der Liebe im Herzen Jesu materielle Hilfe zu leisten, denn in dieser Liebe werden sie wahre Ruhe finden und ihre Würde wird gewahrt bleiben.“
Theologische Begründung der sozialen Arbeit
Ein zentrales Thema der päpstlichen Rede war die theologische Begründung der sozialen Arbeit. Der Papst führte aus, dass die Liebe zum Nächsten der konkrete Beweis für die Echtheit der Gottesliebe sei. Er betonte, dass professionelle materielle Hilfe stets mit einer Achtung der menschlichen Würde einhergehen müsse. Durch den Dienst an den Bedürftigen werde für die Helfer die Begegnung mit Christus selbst ermöglicht, während die Empfänger der Hilfe durch die erfahrene Zuwendung einen Weg zu Gott finden könnten.
„Die praktische Hilfe, die ihr und eure Partnerorganisationen den Benachteiligten zukommen lasst, ermöglicht es den Bedürftigen, Gottes Liebe durch euch zu erfahren, und ebnet ihnen den Weg zu einer dauerhaften Beziehung zu Gott. Gleichzeitig ermöglicht sie euch, mit dem Fleisch Christi in Berührung zu kommen, indem ihr danach strebt, ihn in unseren Brüdern und Schwestern zu erkennen und ihnen zu dienen.“
Abschließend dankte der Pontifex den Vorstandsmitgliedern für ihre Bereitschaft, den Dienst des Mitgefühls an den Schwächsten der Gesellschaft fortzusetzen. Er stellte die Arbeit der Organisation unter den Schutz der Jungfrau Maria in ihrer Eigenschaft als Schutzpatronin der Vereinigten Staaten von Amerika. Zum Abschluss erteilte er den anwesenden Gästen der US-Caritas sowie allen angeschlossenen Partnern den apostolischen Segen als Zeichen des Friedens für ihre weitere Mission.
(vatican news)
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