Papst Leo XIV. am 8. Mai 2025 Papst Leo XIV. am 8. Mai 2025  (AFP or licensors)

1. Amtsjahr: Lateinamerikas Kirche würdigt Friedenskurs von Papst Leo

Anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl von Papst Leo XIV. haben kirchliche Würdenträger aus Peru und Argentinien die Ausrichtung seines Pontifikats analysiert. Kardinal Carlos Castillo, Erzbischof von Lima und Primas von Peru, bezeichnete die Wahl des ehemaligen Missionars Robert Prevost als Ergebnis einer Suche nach einer Persönlichkeit, die den aktuellen globalen Herausforderungen begegnen könne. Castillo sieht in dem Amtsinhaber eine Kontinuität zum Wirken seines Vorgängers Franziskus.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In seinen Ausführungen verwies der Kardinal auf die Zeit des Papstes als Missionar in der peruanischen Diözese Chiclayo. Diese Erfahrung mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen bilde die Grundlage für das gegenwärtige petrinische Amt. Laut Castillo zielt das Handeln von Leo XIV. darauf ab, eine Form des Friedens zu praktizieren, die auf Dialog und gegenseitigem Zuhören basiert. Der Papst leite dazu an, Egoismus zu überwinden und Solidarität sowie Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu fördern. „Möge der Herr uns immer mit dem friedensstiftenden und missionarischen Zeugnis von Papst Leo XIV. segnen, damit wir gemeinsam im Dienst der Gesellschaft gehen, um die Welt zu verbessern und zu befrieden“, erklärte der Erzbischof von Lima.

Leo XIV. am 8. Mai 2025
Leo XIV. am 8. Mai 2025

Reaktionen aus Argentinien

Parallel dazu übermittelte die Argentinische Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Erzbischof Marcelo D. Colombo ein Glückwunschschreiben. Die Bischöfe betonten darin die Beständigkeit der päpstlichen Forderungen nach einem Ende von Gewalt und Kriegen. In dem Brief wird die Stimme des Papstes als Aufruf zum Dialog und zum Schutz des menschlichen Lebens in einer von Konflikten geprägten Zeit beschrieben.

Zudem dankten die argentinischen Oberhirten für das erste apostolische Schreiben des Papstes. Dieses Dokument konzentriere sich auf die Zuwendung zu den Armen und fordere die Kirche dazu auf, eine Position an der Seite vulnerabler Gruppen einzunehmen. Die Bischöfe betonten: „Wir erkennen mit besonderer Kraft seine klare und beharrliche Stimme zugunsten des Friedens an, die Brücken zwischen den Völkern baut.“ Das Schreiben schließt mit einem Bezug auf das Fest Unserer Lieben Frau von Luján, der Schutzpatronin Argentiniens, deren Gedenktag mit dem Jubiläum zusammenfällt.

Leo XIV. am 8. Mai 2025
Leo XIV. am 8. Mai 2025

Bischöfe in Chile würdigen erstes Amtsjahr von Papst Leo XIV.

Anlässlich des ersten Jahrestages der Wahl von Papst Leo XIV. hat die chilenische Bischofskonferenz eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Darin dankt das ständige Komitee der Bischöfe für den Dienst des Petrusnachfolgers, den dieser mit „evangeliumsgemäßer Weisheit und pastoralem Feingefühl“ ausübe.

Die Bischöfe bezogen sich in ihrer Würdigung insbesondere auf das päpstliche Motto „In Illo uno unum“ (In Jenem einen eins), das auf den heiligen Augustinus zurückgeht. Dieses Leitwort habe das erste Jahr als Einladung gedient, die kirchliche Gemeinschaft und die Einheit der gesamten Menschheit zu fördern. Die Kirche in Chile bekräftigte ihre Absicht, der Aufforderung des Papstes zu folgen, „eine missionarische Kirche zu bauen, die die Arme für die Welt öffnet und zum Sauerteig der Eintracht für die Menschheit wird“.

Darüber hinaus betonten die Hirten ihre Verbundenheit mit dem Papst und hoben hervor, dass seine Positionen zu globalen Konflikten konsequent aus dem Evangelium hervorgingen. Ziel seines Wirkens sei der Aufbau des Gemeinwohls, die Achtung der Menschenwürde sowie der Friede zwischen den Nationen. Die Note schließt mit dem Wunsch nach einem „fruchtbaren Dienst“ für das weitere Pontifikat.

(sir)

Leo XIV. am 8. Mai 2025
Leo XIV. am 8. Mai 2025

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09. Mai 2026, 10:33