Papst Leo XIV. beim Regina Caeli am Pfingstsonntag 2026 Papst Leo XIV. beim Regina Caeli am Pfingstsonntag 2026  (@Vatican Media)

Papst wirbt zu Pfingsten für gastfreundliche Kirche und Frieden

„Wir müssen Gott wieder als Vater entdecken, der uns liebt, eine Kirche aufbauen, in der sich alle zu Hause fühlen, und eine geschwisterliche Welt zur Entfaltung bringen, in der unter allen Völkern Frieden herrscht", rief Papst Leo XIV. bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz am Pfingstsonntag auf.

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

In seiner Katechese vor dem Regina Caeli lud Papst Leo XIV. dazu ein, sich genauer mit dem Bild des Heiligen Geistes zu befassen, das das Johannesevangelium (Joh 20,19) und die Apostelgeschichte (vgl. Apg 2,2) bieten, wenn sie über den Heiligen Geist als Türoffner berichten. „Auch heute können wir uns fragen: Welche Türen öffnet der Heilige Geist?", sagte das katholische Kirchenoberhaupt allen, die sein Mittagsgebet zu Pfingsten verfolgten. Der Papst ging dann auf vier Türen genauer ein, die es mit Hilfe des Heiligen Geists zu öffnen gelte.

Zum Hören: Papst Leo XIV. wirbt beim Mittagsgebet zu Pfingsten für gastfreundliche Kirche und Frieden (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)

Zuerst die Tür zu Gott, um „eine persönliche Erfahrung mit Gott zu machen, ihm in Jesus zu begegnen und nicht bloß im Befolgen eines Gesetzes, ihn in uns zu erkennen und die Zeichen seiner Gegenwart im täglichen Leben zu entdecken." Außerdem rief Papst Leo die Kirche auf, keine „Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten", zu sein: „Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben", führte der Papst in Erinnerung an seinen Vorgänger im Amt, Papst Franziskus, aus. 

„Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben.“

Die Türen der Herzen öffnen

Als dritte Tür, die mit Hilfe des Heiligen Geistes zu öffnen sei, nannte Papst Leo die Türen der Herzen. Es gelte, „Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden", und „als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben." Denn:

„Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt“

„Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt."

Auch in der heutigen Zeit und besonders an Pfingsten gelte es, den Heiligen Geist um Hilfe bei diesen Anliegen zu bitten, und noch verschlossenen Türen zu öffnen, betonte Papst Leo bei seinem Mittagsgebet zu Pfingsten. 

(vatican news - sst) 

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24. Mai 2026, 12:12

Was ist das Regina Caeli?

Das Regina Caeli (oder Regina Coeli) ist eine der vier marianischen Antiphonen im Stundengebet der Kirche (die drei anderen sind: das Alma Redemptoris Mater, das Ave Regina Caelorum und das Salve Regina).

Papst Benedikt XIV. verfügte 1742, dass das Regina Caeli in der Osterzeit – also zwischen der Feier der Auferstehung am Ostersonntag und dem Pfingsttag – anstelle des „Engel des Herrn“ gebetet werden solle, und zwar stehend, zum Zeichen des Sieges über den Tod.

Wie der  „Engel des Herrn“ wird das Regina Caeli morgens, mittags und abends gebetet, um den Tag Gott und Maria zu weihen.

Einer frommen Tradition zufolge geht diese antike Antiphon auf das 6. oder 10. Jahrhundert zurück; ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert konnte sie ins Franziskanerbrevier einfließen. Sie besteht aus vier kurzen Versen, die jeweils mit dem Halleluja abschließen. Das Regina Caeli ist das Gebet der Gläubigen, die sich mit Maria, Königin des Himmels, über die Auferstehung Jesu freuen.

Am 6. April 2015, dem Montag nach Ostern, hat Papst Franziskus den Gläubigen beim Beten des Regina Caeli ans Herz gelegt, mit welcher inneren Gesinnung dieses Gebet gebetet werden soll:  

„… wenden wir uns an Maria und laden sie ein, sich zu freuen, weil er, den sie im Schoß getragen hat, auferstanden ist, wie er verheißen hatte, und empfehlen uns ihrer Fürsprache. Tatsächlich ist unsere Freude ein Abglanz der Freude Mariens, da sie es ist, die voll Glauben die Geschehnisse Jesu bewahrt hat und noch immer bewahrt. Wir wollen also dieses Gebet mit der inneren Ergriffenheit der Kinder beten, die glücklich sind, weil ihre Mutter glücklich ist.“

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

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