Papst würdigt Märtyrer, dankt für Spanienreise und betet für Erdbebenopfer
Anne Preckel - Vatikanstadt
Papst dankbar für seine Spanienreise
Er wolle „dem Herrn meine Dankbarkeit für die Apostolische Reise aussprechen, die er mir in Spanien ermöglicht hat. Ich danke dem spanischen Volk, das mich mit großer Begeisterung und Hingabe empfangen hat. Mein besonderer Dank gilt Seiner Majestät, dem König; mit herzlicher Zuneigung danke ich den Bischöfen, allen Gemeinschaften, die ich besucht habe, und der gesamten Kirche in Spanien. Que Dios bendiga siempre a España!“
Würdigung von Märtyrern
Außerdem äußerte sich der Papst über die jüngsten Seligsprechungen mehrerer Märtyrer, die Opfer totalitärer Regime wurden, darunter die Diözesanpriester Wenzel Drbola und Johannes Bula aus Mähren; sowie die polnischen Salesianerpriester Johannes Świerc und Gefährten.
„Sie alle wurden als Märtyrer seliggesprochen, da sie aufgrund ihrer Treue zu Christus Opfer der Verfolgung durch totalitäre Regime wurden. Gestern (am Samstag 13. Juni, Anm.) wurde zudem in Mato Grosso, Brasilien, Nazareno Lanciotti seliggesprochen, ein römischer Missionspriester, ebenfalls ein Märtyrer, da er im Namen des Evangeliums die Ärmsten verteidigte. Das Beispiel und die Fürsprache dieser mutigen Zeugen mögen die Mission der Priester und der ganzen Kirche stärken.“
Wer waren die Märtyrer?
Die beiden tschechischen Priester Wenzel Drbola und Johannes Bula waren die ersten tschechischen Priester, die Märtyrer des Kommunismus wurden. Die beiden aus Brünn stammenden Priester wurden zwischen 1951 und 1952 inhaftiert und getötet. Hintergrund war die Verfolgung der katholischen Kirche durch das Regime, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1948, im Land etabliert hatte. Die beiden Märtyrer wurden am 6. Juni 2026 in Brünn seliggesprochen. Der Präfekt des Entwicklungs-Dikasteriums, Kardinal Michael Czerny, betonte bei der Feier, sie seien keine politischen Aktivisten, sondern Hirten gewesen, die das Evangelium verkünden und ihrem Volk dienen wollten.
Die Salesianer Jan Swierc und sieben seiner Gefährten waren in verschiedenen polnischen Regionen als Seelsorger und Erzieher tätig. Sie wurden während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzern aus „Hass auf den Glauben" verhaftet und getötet. Sie starben zwischen Juni 1941 und September 1942 in Auschwitz. Vor ihrem Tod hatten sie sich auch als KZ-Häftlinge als Seelsorger um andere Gefangene gekümmert. Die Märtyrer wurden ebenfalls am 6. Juni seliggesprochen - in Krakau.
Der römische Missionspriester Don Nazareno Lanciotti ging 1973 in die Region Mato Grosso in Brasilien und widmete sich dort in der Diözese Jaru der Armenhilfe. Er galt als unbequemer Missionar, der lokalen Händlern ein Dorn im Auge war. Am Abend des 11. Februar 2001 wurde er in seiner Pfarrkirche in Jauru von Bewaffneten mit einer Pistole erschossen. Lanciotti wurde am 13. Juni 2026 in Matu Grosso seliggesprochen.
Gebet für Erdbebenopfer auf den Philippinen
Mit Blick auf die jüngsten schweren Erdbeben auf den Philippinen zeigte sich der Papst beim Mittagsgebet an diesem Sonntag allen Betroffenen nahe:
„Ich versichere den Menschen auf den Philippinen, die vor einigen Tagen von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurden, meine Verbundenheit. Ich bete für die Verstorbenen und ihre Angehörigen, für die Verletzten und für alle, die unter dieser Katastrophe leiden.“
Ermutigung zu ökumenischem Bemühen
Außerdem grüßte der Papst auf Englisch die Mitglieder der Internationalen Kommission für den Dialog zwischen der evangelischen Kirche „Disciples of Christ“ und der katholischen Kirche. Die Kirche „Disciples of Christ“ war Anfang des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet worden. Der Dialog mit der katholischen Kirche ist heute in einer internationalen Kommission formalisiert.
„Mögen eure Überlegungen uns helfen, in der Gemeinschaft zu wachsen“, so Papst Leo, der bei dieser Gelegenheit alle Pilger aus den USA, insbesondere aus New Jersey, grüßte.
(vatican news/salesianer – pr)
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