2026.06.22 Saluto ai partecipanti all'Estate Ragazzi

Papst warnt bei Besuch von Sommercamp vor Smartphone-Abhängigkeit

An diesem Montagvormittag hat Leo XIV. das Sommercamp „Estate Ragazzi“ im Vatikan besucht. Die Initiative, die seit dem Ende der Pandemie im Sommer jeweils für mehrere Wochen in den Vatikanischen Gärten und in der Audienzhalle stattfindet, bietet ein Betreuungsprogramm für jüngere und ältere Kinder von Vatikan-Angestellten. Im Rahmen des Treffens stellte sich der Papst den Fragen der Teilnehmenden, wobei die Themen Digitalisierung und zwischenmenschliche Beziehungen im Mittelpunkt standen.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Der Junge Federico schilderte dem Papst die Herausforderung, sich im Alltag abseits des Sommercamps vom Bildschirm zu lösen, und fragte nach Wegen, Technologie sinnvoll zu nutzen, ohne reale Freundschaften aus den Augen zu verlieren.

Zum Nachhören - was der Papst sagte

Papst Leo XIV. betonte in seiner Antwort den Wert des direkten Kontakts zwischen Menschen. Technologie sei zwar nützlich, im gemeinsamen Miteinander jedoch nicht permanent notwendig. Er wies darauf hin, dass Menschen keine Maschinen oder Roboter seien, weshalb die Pflege von Freundschaften, das gemeinsame Spielen und Lernen von Person zu Person von Bedeutung seien. Dies gelte auch für das Familienleben, in dem das Gespräch nicht durch den individuellen Blick auf das Smartphone ersetzt werden dürfe. Selbst beim Beten spiele die Technik eine untergeordnete Rolle, da Gott auf das menschliche Herz und das Leben schaue, nicht auf Bildschirme. Speziell an die älteren Kinder gerichtet, thematisierte der Papst die bewusste Erzeugung von Abhängigkeiten durch Smartphone-Anwendungen. Er empfahl, feste zeitliche Grenzen für die Mediennutzung zu setzen, um Freiräume für die Familie und die spirituelle Dimension des Lebens zu wahren. Wörtlich sagte er:

„Gott will unsere Herzen sehen, unser Leben.“

„Wenn die Familie zusammenkommt, reicht es nicht aus, dass wir alle nur dasitzen und jeder auf sein Handy schaut. Es ist sehr wichtig, zu lernen, miteinander zu reden, sich zu unterhalten, sich mit anderen wohlzufühlen, gemeinsam zu spielen und auch gemeinsam zu beten, denn auch wenn wir die Bibel und einige Gebete auf dem Handy haben mögen, will Gott nicht auf das Handy schauen: Gott will unsere Herzen sehen, unser Leben. Und deshalb sollten wir uns von diesen Dingen befreien, die an sich zwar Spaß machen können, eine Hilfe sein können und etwas Schönes darstellen, doch viel wichtiger ist es, unser Menschsein durch Freundschaft, durch Gespräche und auch durch all das zu entfalten, was ihr gerade in diesen Monaten hier tut.“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Sommercamps im Vatikan
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Sommercamps im Vatikan   (@Vatican Media)

Die Reiseerfahrungen des Papstes

Ein weiteres Mädchen namens Michela bezog sich auf das diesjährige Motto des Sommercamps, „In 80 Tagen um die Welt“, und fragte den Papst nach Erfahrungen aus seinen eigenen Reisen.

Der Papst verknüpfte diese Frage mit der vorherigen Debatte und berichtete von eigenen Erfahrungen mit Navigationssystemen in verschiedenen Ländern, die ihn wiederholt auf falsche Wege geführt hätten. Er nutzte dieses Beispiel, um für den Erhalt der eigenen Urteilskraft und des Denkvermögens zu plädieren. Früher habe man Straßenkarten studiert und sich vorbereitet, während man sich heute oft blind auf das Navigationsgerät verlasse. Technische Hilfsmittel könnten zwar Informationen liefern, sollten aber nicht das eigene Denken ersetzen. Wer gut vorbereitet sei, könne auch bei unvorhergesehenen Ereignissen Lösungen finden.

„Ich brauche kein Handy, wenn mein Verstand funktioniert!“

„Es ist viel besser, selbst zu lernen, zu denken und die kritische Fähigkeit zu entwickeln, zu wissen, wohin wir im Leben, auf Reisen oder was auch immer gehen. Gut lernen, die Fähigkeit nutzen, die Gott uns gegeben hat! Ich brauche kein Handy, wenn mein Verstand funktioniert! Ja, es kann mir helfen, es kann mir Informationen liefern, aber es ist auch wichtig, sich gut auf eine Reise vorzubereiten“, so der Papst wörtlich und fügte an: „Das habe ich tatsächlich gelernt: Wer gut vorbereitet ist, findet auch dann, wenn etwas passiert, immer eine Lösung. Denn Gott hat uns mit unserem Verstand, mit unserem Gehirn, eine wunderbare Fähigkeit geschenkt. Ich würde also sagen, dass das generell etwas ist, das jeder braucht.“

Das Treffen mit dem Papst
Das Treffen mit dem Papst   (@Vatican Media)

Im Anschluss an den Austausch wurde das Kirchenoberhaupt symbolisch zum „Chefelexplorator“ ernannt und erhielt eine Ausrüstung sowie eine Plakette des Sommercamps. Zum Abschluss des Treffens forderte Papst Leo XIV. die Kinder auf, ihren Eltern von dem gemeinsamen Gebet zu berichten, und leitete das gemeinsame Vaterunser ein, bevor er den Segen erteilte und sich verabschiedete.

(vatican news)

Die Audienz im Vatikan
Die Audienz im Vatikan   (@VATICAN MEDIA)

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22. Juni 2026, 12:23