Kardinal Oswald Gracias Kardinal Oswald Gracias 

Papst ernennt Sondergesandten für asiatische Bischofskonferenz

Der emeritierte Erzbischof von Bombay wurde zum Sondergesandten für die zwölfte Generalversammlung der Föderation der Bischofskonferenzen in Asien (FABC) ernannt, die vom 20. bis 26. Juli 2026 in der indonesischen Hauptstadt Jakarta stattfindet. Die Ernennung des Kardinals war im Vorfeld bereits in der Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ angekündigt worden und wurde nun durch die Publikation des päpstlichen Briefes formalisiert.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Die Entsendung erfolgt auf Bitte des Vorsitzenden der Föderation, Kardinal Filipe Neri António Sebastiao do Rosário Ferrão.

In dem auf den 24. Juni 2026 datierten lateinischen Dokument formuliert das Kirchenoberhaupt theologische und gesellschaftspolitische Leitlinien für das Treffen. Mit Blick auf die Entwicklung des christlichen Glaubens in Asien äußert der Papst die Erwartung, dass die Kirche in dieser Region weiterhin an Vitalität gewinnt. Er erneuert darin eine Aufforderung an die Gläubigen und die Bischöfe, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen. „Deshalb lasst uns beten, weise nachdenken und beständig handeln, indem wir Gott vor unsere Taten und den Menschen in den Mittelpunkt unserer Entscheidungen stellen“, heißt es in dem Schreiben.

Ausgegrenzte integrieren

Der Papst betont die Notwendigkeit, gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppen in den Fokus des kirchlichen Handelns zu rücken. Die abgewiesenen Steine – namentlich Arme, Kranke, Migranten und Kinder – müssten zu Ecksteinen werden, um ein solidarisches Gemeinwesen zu errichten, in dem Gerechtigkeit und Frieden herrschen. Der Papst warnt vor weltlicher Zerrissenheit und ruft dazu auf, „Baumeister der Gemeinschaft und nicht Architekten des Babylons dieser Welt“ zu sein. Die Kräfte müssten gebündelt werden, damit die Menschheit und die Kirche ihre Bestimmung nicht verlieren.

Kardinal Gracias erhält den Auftrag, die Versammlung im Namen des Papstes zu leiten, den liturgischen Feiern vorzustehen und den asiatischen Ortskirchen die Verbundenheit Roms zu vermitteln. Das Schreiben schließt mit Segenswünschen für die Mission und steht im Zeichen des zweiten Pontifikatsjahres von Leo XIV.

(vatican news)

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11. Juli 2026, 12:53