Papst fordert zum Gebet für Frieden in Ukraine auf
Die Feier findet am 19. Juli im Nationalheiligtum der Muttergottes vom Heiligen Skapulier in Berdytschiw statt. In einem Schreiben an Erzbischof Paul Richard Gallagher weist Papst Leo XIV. den vatikanischen Chefdiplomaten an, für alle Gläubigen – Lebende wie Verstorbene –, die unter der „Brutalität“ des Krieges in der Ukraine leiden oder gelitten haben, zu beten. Darüber hinaus bittet der Papst darum, die Teilnehmer dazu aufzurufen, „um Frieden für die Welt und für die Familien zu flehen sowie die Treue zu den Geboten Gottes zu bewahren“.
Verweis auf einen Brief Gregors IX.
In dem auf Latein verfassten Schreiben verweist Papst Leo XIV. auf einen Brief von Papst Gregor IX. aus dem Jahr 1234 an den Klerus und die Gläubigen des lateinischen Ritus im Gebiet der heutigen Ukraine. Darin heißt es, die Kirche widme sich mit besonderer Fürsorge ihren „frommen und demütigen Kindern“ und schütze sie mit ihrer mütterlichen Sorge, „damit sie nicht unter den Schikanen böser Menschen leiden müssen“. Vom Eifer des Glaubens und der Frömmigkeit getragen, hätten sie „ein Bollwerk zur Verteidigung der Verehrung des göttlichen Namens“ gebildet und deshalb häufig Schikanen, Übergriffe und Plünderungen durch Verfolger des christlichen Glaubens erlitten, die ihnen ständig Fallstricke gestellt hätten.
Der Klerus und die katholischen Gläubigen, die in diesem Land lebten, hätten, so schreibt der Papst, in den folgenden Jahrhunderten „ein kraftvolles Glaubenszeugnis“ abgelegt – insbesondere im 20. Jahrhundert, als die Ukraine nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs „einem von der sowjetischen Ideologie inspirierten Regime unterworfen wurde“. In dieser Zeit „wurde die katholische Kirche in dieser Region einer grausamen Verfolgung ausgesetzt, die von der weltlichen Macht organisiert und durchgeführt wurde und deren Ziel die vollständige Auslöschung der Kirche unter dem Volk war“.
Leben und Wachstum
Danach habe die kirchliche Gemeinschaft in der Ukraine „erneut Leben und Wachstum gefunden“ und den 35. Jahrestag der Wiedererrichtung ihrer kirchlichen Strukturen zeitgleich mit dem 25. Jahrestag der Apostolischen Reise des heiligen Johannes Paul II. feiern können.
Der Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen wird als päpstlicher Sondergesandter die Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der Erneuerung der Strukturen der lateinischen Kirche in der Ukraine leiten. Die Veranstaltungen finden am 19. Juli im Nationalheiligtum der Muttergottes vom Heiligen Skapulier in Berdytschiw statt. Der päpstlichen Delegation gehören außerdem Monsignore Andrzej Legowicz, Privatsekretär des Erzbischofs von Lemberg, sowie Don Pavlo Khomiak, Kanzler der Diözese Luzk, an. Mit der Ernennung zum Sondergesandten überträgt Papst Leo XIV. Erzbischof Gallagher die Vollmacht, den vorgesehenen liturgischen Feiern vorzustehen.
Papst ernennt Grünwidl zum Ordinarius für katholische Ostkirchen
„Die katholischen Ostkirchen sind mit ihrer liturgischen Vielfalt und ihren vielen Besonderheiten ein wahrer Schatz - nicht nur in Wien und Österreich, sondern für die gesamte Weltkirche", betonte Grünwidl nach seiner Ernennung gegenüber Kathpress. „Besonders beeindruckt mich die Treue und Standhaftigkeit der Gläubigen dieser Rituskirchen. Viele von ihnen haben persönliche Benachteiligung und Verfolgung aufgrund ihres Glaubens erlebt. Ich bin dankbar für ihr starkes Glaubenszeugnis und freue mich auf meinen neuen Dienst als Ordinarius für sie", so der Wiener Erzbischof.
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