Papst fordert Waffenstillstand im Sudan und Ende von Kriegen
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
Im Sudan hat ein Krieg zwischen der Armee und den paramilitärischen „Rapid Support Forces“ Zehntausende Menschen das Leben gekostet und eine der weltweit größten humanitären Krisen ausgelöst. Die Vereinten Nationen warnten schon vor einem Monat davor, dass El-Obeid im Süden Sudans im Bundesstaat Nord Kordofan, zur nächsten humanitären Katastrophe im Sudan werden könnte. Die Einwohner berichten von schwerwiegenden Engpässen bei Lebensmitteln, Wasser und medizinischen Hilfsgütern nach monatelanger Belagerung, während Drohnenangriffe und Berichte über sexuelle Gewalt die Ängste noch verstärkt haben. Papst Leo XIV. äußerte sich nach seinem iIttagesgebet diesen Sonntag zur Lage im Sudan auf Englisch mit den Worten:
„Mit Sorge verfolge ich weiter die tragische Situation im Sudan, vor allem in der Stadt El Obeid. In geistlicher Verbundenheit mit allen Menschen dieses Landes erneuere ich meinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu öffnen. Gleichzeitig rufe ich die internationale Gemeinschaft nachdrücklich dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen. Beten wir darum, dass der Herr den Leidenden beisteht, die Herzen derer bekehrt, die Gewalt säen, und den so lange ersehnten Frieden schenkt."
El-Obeid, wo rund eine halbe Million Menschen leben, steht angesichts der anhaltenden Kämpfe unter enormem Druck. Angesichts von mehr als 14 Millionen Vertriebenen im gesamten Sudan und Millionen von Menschen, die Hunger leiden, sagte die UNO schon vor ziemlich genau einem Monat, noch sei Zeit, eine weitere Massengräueltat zu verhindern, doch das Zeitfenster schließe sich langsam. Papst Leo XIV. hat nun diesen Sonntag mit seinem Appell für den Sudan noch einmal eindringlich alle zum Handeln aufgerufen.
Papst fordert Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine
Ruf nach diplomatischer Lösung
Der Papst versicherte allen Opfern des Kriegs, ihren Familien, den Verletzten und allen Menschen, die unter dem andauernden Konflikt leiden, seine Nähe und sein Mitgefühl. Und er betonte noch einmal dass Krieg niemals eine Lösung sei:
„Krieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum zu schaffen für Diplomatie und Dialog, damit der Weg zum Frieden geebnet werden kann."
(vatican news/pm uno - sst)
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