Trutzig: San Marino wartet auf den Papst Trutzig: San Marino wartet auf den Papst 

Am Samstag: Leo in San Marino und Rimini

Leo XIV. nutzt den Samstag zu einer Reise nach San Marino und Rimini.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

Den Zwergstaat San Marino, der ganz von Italien umschlossen ist, hat seit 2011 (Benedikt XVI.) kein Papst mehr besucht. Für Rimini liegt die Visite eines Papstes sogar noch weiter zurück: Zuletzt war 1982 Johannes Paul II. dort.

Leo XIV. wird sich in San Marino zunächst mit den beiden Staatsoberhäuptern der Republik, den sogenannten „Regierenden Hauptmännern“, sowie Vertretern der Zivilgesellschaft treffen. Einer der beiden „Regierenden Hauptmänner“, die jeweils vom Parlament bestimmt werden, ist übrigens eine Frau. Anschließend begegnet der Papst in der Basilika von San Marino Priestern, Ordensleuten, Seminaristen, Diakonen und engagierten Laien.

Blick voraus auf Samstag, 22. August: Was Papst Leo XIV. in San Marino und Rimini macht und was ihn erwartet (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)
Johanes Paul II. 1982 auf dem Meeting von Rimini
Johanes Paul II. 1982 auf dem Meeting von Rimini

Fünftkleinster Staat der Welt

San Marino ist der fünftkleinste Staat der Welt. Im Frühjahr hat Papst Leo mit Monaco bereits den zweitkleinsten Staat der Welt besucht. Der Papst selbst ist Staatsoberhaupt des kleinsten aller Staaten, nämlich des Vatikanstaats.

Stellt die Visite in San Marino gewissermaßen eine offizielle Auslandsreise des Papstes dar, so geht es am Samstagnachmittag mit einer „normalen“ Pastoralreise innerhalb Italiens weiter. Leo, ein früherer Generalprior des Augustinerordens, will zunächst ein Augustinerkloster in der Nähe von San Marino besuchen, dann fliegt er weiter in die Adria-Stadt Rimini. Dort wird er auf dem „Rimini-Meeting“ auftreten, das seit 26 Jahren regelmäßig im Hochsommer von der katholischen Bewegung „Comunione e Liberazione“ organisiert wird. Diese Bewegung steht dem Jesuitenorden nahe.

Italienischer Katholikentag

Das „Meeting“ ist jedes Jahr ein wichtiges Forum für den italienischen Katholizismus. Hier treten führende Politiker auf, und hier wird jedes Jahr das Verhältnis der Katholiken zu Politik und Gesellschaft Italiens neu austariert. Man kann das Großereignis in den Messehallen von Rimini am ehesten mit einem deutschen Katholikentag vergleichen. Die Päpste haben im Lauf der Jahrzehnte regelmäßig eine Botschaft zum Auftakt des „Meeting“ geschickt. Zu einem Papstbesuch auf einem Katholikentag in Deutschland ist es bisher noch nie gekommen.

In der Kathedrale von Rimini steht dann für Papst Leo eine Begegnung mit Bedürftigen, die von der örtlichen Caritas betreut werden, auf dem Programm. Anschließend feiert er im Hafen der Stadt eine Heilige Messe. Hier werden sich sicher auch manche Touristen und Badegäste unter die Einheimischen mischen; in den vier Sommermonaten lockt das gute Wetter normalerweise zwischen sieben und acht Millionen Menschen aus dem In- und Ausland an die Strände rund um Rimini.

Nach der Messfeier kehrt Leo XIV. wieder nach Rom zurück. Natürlich werden Radio Vatikan und Vatican News alle großen Momente dieser eintägigen Papstreise live auf Deutsch übertragen.

(vatican news)
 

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21. August 2026, 10:22