Ravasi mahnt zum Dialog angesichts der Krise im Heiligen Land
„Es ist leider eine tragische Realität, auch in historischer Hinsicht, denn über Jahrhunderte hinweg waren die Steine des Heiligen Landes unaufhörlich mit Blut gezeichnet; die Geschichte selbst sagt uns das“, erklärte der Kardinal. Mit Blick auf die aktuelle Eskalation fügte er hinzu: „Jetzt jedoch stehen wir an der Schwelle eines Abgrunds.“
Gefährdete Osterliturgien in Jerusalem
Hintergrund der Äußerungen ist die Lage in Jerusalem, wo die Grabeskirche aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt. Damit einher geht die Ungewissheit über die Durchführung der Riten der Karwoche und des Osterfestes. Ravasi betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Initiative der Glaubensgemeinschaften.
„In diesem Licht ist es wichtig, dass alle Religionen weiterhin das Banner des Friedens im Dialog und in der Begegnung zwischen den Völkern hochhalten, trotz der Taubheit dieser Tage“, so der Kardinal weiter.
Ravasi schloss sich damit den Stimmen an, die eine Rückkehr zu Verhandlungen und eine Sicherung der Religionsfreiheit im Heiligen Land fordern, um die traditionellen Feierlichkeiten der christlichen Gemeinschaft zu ermöglichen.
(ansa - mg)
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