Kuba nach Gespräch mit Heiligem Stuhl: Häftlinge bald frei
Vatican News
Die kubanische Regierung stellte die Entscheidung als eine Geste „im Geiste des guten Willens und der engen und reibungslosen Beziehungen zwischen dem kubanischen Staat und dem Vatikan“ dar. Die Erklärung, die auch mit den Initiativen im Vorfeld der Feierlichkeiten zur Karwoche zusammenhängt, wurde vom Außenministerium in Havanna veröffentlicht.
Der Direktor der Pressestelle des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, bestätigte auf Medienanfrage, dass „es kürzlich Gespräche über die Freilassung von Gefangenen gegeben hat“.
Zurückhaltung bezüglich der freizulassenden Häftlinge
Nach Angaben der kubanischen Behörden haben die von der Maßnahme betroffenen Häftlinge bereits einen erheblichen Teil ihrer Strafe verbüßt und sich während der Haft gut verhalten. „Diese souveräne Entscheidung ist eine gängige Praxis in unserem Strafrechtssystem“, heißt es in der Erklärung von Seiten Kubas. Die Namen der betroffenen Personen sowie die Art der Straftaten, für die sie verurteilt wurden, wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Die bisherigen Fälle
Die Maßnahme fügt sich in einen größeren Rahmen historisch komplexer, aber beständiger Beziehungen zwischen der kubanischen Regierung und dem Heiligen Stuhl ein. In den letzten Jahren hat der Heilige Stuhl oft eine vermittelnde Rolle gespielt und humanitäre Initiativen sowie den Dialog zwischen Havanna und der internationalen Gemeinschaft gefördert. Bereits in der Vergangenheit wurde eine Reihe von Häftlingen freigelassen, nachdem im Jubiläumsjahr ein entsprechender Appell ergangen war.
Die schwierige Lage Kubas
Die Freilassungen erfolgen in einer heiklen Phase für Kuba, die von einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, Spannungen mit den Vereinigten Staaten und wachsendem internationalem Druck in Bezug auf die bürgerlichen Freiheiten geprägt ist.
(vatican news)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.