2026.03.23 Maria di Betlemme del Cuore di Gesù Romero Algarín 2026.03.23 Maria di Betlemme del Cuore di Gesù Romero Algarín 

Sechs Kandidaten unterwegs zur Seligsprechung

Papst Leo XIV. hat an diesem Montag neue Dekrete für Seligsprechungsverfahren genehmigt. Unter den sechs vorbildlichen Katholikinnen und Katholiken, die damit ihrer Seligsprechung näher rücken, ist ein adliger italienischer Kardinal des 19. Jahrhunderts, der mehrere Jahre als Papstdiplomat in Wien zubrachte und sein Leben hingab, indem er Cholerakranken in Italien die Sakramente spendete.
Kardinal Altieri
Kardinal Altieri

Kardinal Ludovico Altieri (1805-1867) erfüllt damit das Kriterium der „Hingabe des Lebens“, das Papst Franziskus 2017 als Tatbestand auf dem Weg zur Selig- und Heiligsprechung eingeführt hatte; die anderen beiden Tatbestände sind das Martyrium oder die herausragenden Tugenden des jeweiligen Kandidaten.

Altieri, aus dessen römischer Patrizierfamilie mehrere weitere Kardinäle sowie ein Papst hervorgingen, wirkte ab 1836 neun Jahre lang als Apostolischer Nuntius in Wien. Danach erhielt er das Kardinalsbirett und residierte im römischen Quirinalspalast, dem damaligen Wohnsitz des Papstes. Als Pfarrei war ihm Albano im Latium anvertraut. Als dort 1867 die Cholera ausbrach, versorgte Kardinal Altieri die Kranken und spendete ihnen die Sakramente, wobei er sich selbst ansteckte und wenig später starb.

Giuseppe Castagnetti: als Bürgermeister unterwegs zur Seligsprechung
Giuseppe Castagnetti: als Bürgermeister unterwegs zur Seligsprechung

Für die übrigen fünf Kandidatinnen und Kandidaten anerkannte Papst Leo den sogenannten heroischen Tugendgrad, der einen herausragenden christlichen Lebenswandel bescheinigt und als Vorstufe der Seligsprechung gilt. Unter ihnen ist der französische Priester Henri Caffarel (1903-1996), Gründer der Bewegung „Équipes Notre Dame“ zur geistlichen Begleitung von Ehepaaren, sowie der italienische Kommunalpolitiker Giuseppe Castagnetti (1909-1965), ein Familienvater und Bürgermeister, der nach dem Zweiten Weltkrieg besonders für den Wiederaufbau der Infrastruktur und für soziale Hilfsangebote einsetzte.

Auch der spanischen Ordensfrau Maria Dolores Romero Algarín (1916-1977) erkannte der Papst den heroischen Tugendgrad zu. Die aus Sevilla stammende Schwester wirkte als Missionarin in Brasilien, wo sie Arme und Gefangene betreute.

(vatican news – gs)

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23. März 2026, 15:35