Der Lkw mit den Hilfsgütern von Papst Leo XIV. für die Ukraine bricht von der Pfarrei Santa Sofia in Rom auf. Der Lkw mit den Hilfsgütern von Papst Leo XIV. für die Ukraine bricht von der Pfarrei Santa Sofia in Rom auf. 

Vatikan: Humanitäre Hilfe für die Ukraine und den Libanon

An der ukrainisch griechisch-katholischen Basilika Santa Sofia in Rom fand am Wochenende die Abfahrt eines weiteren Hilfsgütertransports für die vom Krieg betroffene ukrainische Bevölkerung statt. Laut dem Rektor der Basilika, Pfarrer Marco Semehen, handelt es sich um den 150. Lastwagen, der von diesem Standort aus Hilfsgüter in die Ukraine bringt. Parallel dazu weitete das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe seine Unterstützung auf den Libanon aus.

Die aktuelle Lieferung wurde in Zusammenarbeit mit dem Governatorat des Staates der Vatikanstadt und der Stiftung Banco Farmaceutico zusammengestellt. Die Ladung besteht aus zahlreichen Paletten mit Medikamenten, insbesondere Antibiotika und Entzündungshemmern, die für Krankenhäuser bestimmt sind. Der päpstliche Sozialbeauftragte (Almosenmeister), Luis Marín de San Martín, erläuterte gegenüber den vatikanischen Medien die Zusammensetzung der Hilfe: „Wir haben alles zusammengestellt, was nützlich sein kann, insbesondere mit Blick auf die Bedürfnisse der Schwächsten, der Kranken und der Kinder.“ Neben Medikamenten umfasst die Lieferung Hygienematerial, Rettungsdecken, Lebensmittel und Kleidung.

Pfarrer Marco Semehen betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Unterstützung durch den Vatikan. Er wies darauf hin, dass die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Bevölkerung mit zunehmender Dauer des Krieges nachgelassen habe. Die Fortführung der Hilfe unter Papst Leo XIV. und dem neuen Almosenpfleger Marín de San Martín signalisiere, dass die Unterstützung sowohl durch Gebete als auch durch konkrete Taten bestehen bleibe.

Praktizierte Nächstenliebe als kirchliches Zeugnis

Für Luis Marín de San Martín stellt diese humanitäre Mission eine Umsetzung des Evangeliums in die Praxis dar. Er beschrieb die Kirche nicht nur als Ort der Lehre, sondern als Gemeinschaft, die durch Zeugnisse der Nächstenliebe handele. Die Beteiligung vieler Menschen an der Arbeit des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe wertete er als Reaktion auf die weltweite Zunahme von Feindseligkeiten. Er mahnte zudem die Notwendigkeit einer echten Umkehr an, um den Forderungen nach Frieden weltweit Gehör zu verschaffen.

Erweiterung der Hilfe auf den Libanon

Die Tätigkeit des päpstlichen Almosenamtes beschränkt sich nicht auf Osteuropa. Vor wenigen Tagen organisierte das Dikasterium zudem einen Transport in den Libanon. In den Nahen Osten wurden etwa 15.000 Packungen mit lebensnotwendigen Medikamenten versandt. Diese Hilfsgüter werden über die Nuntiatur in Beirut verteilt. Das Paket für den Libanon umfasst Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck, Entzündungen, akute und chronische Infektionen (Antibiotika) sowie Nährstoffmangel (Multivitaminpräparate).

Vernetzung und Sensibilisierung

Luis Marín de San Martín hob die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hervor. Das Dikasterium arbeite eng mit den Nuntiaturen und den Ortskirchen zusammen. Er betonte die Notwendigkeit, Netzwerke mit Geldgebern und Organisationen wie der Banco Farmaceutico zu bilden, um die Effizienz der Hilfe zu steigern. Ein weiteres Ziel der Arbeit sei die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Realität des Krieges und die daraus resultierenden Bedürfnisse der Betroffenen.

(vatican news - mg)

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27. April 2026, 15:36