Vatikan dementiert Berichte über US-Drohungen
Hintergrund der Kontroverse ist eine Begegnung am 22. Januar im Pentagon in Washington. Dort war der damalige Apostolische Nuntius in den USA, Kardinal Christophe Pierre, mit Elbridge Colby zusammengetroffen, dem Staatssekretär für Verteidigungspolitik.
Dementi der Sala Stampa
Vatikansprecher Matteo Bruni erklärte dazu, dass die Schilderungen einiger Medien über den Verlauf des Treffens „definitiv nicht der Wahrheit“ entsprächen. Vielmehr habe es sich um einen Termin im Rahmen der regulären Mission des päpstlichen Vertreters gehandelt. „Es war Gelegenheit für einen Meinungsaustausch über Fragen von wechselseitigem Interesse“, so Bruni weiter.
Zuvor hatte bereits die Botschaft der Vereinigten Staaten beim Heiligen Stuhl die Berichte zurückgewiesen und diese als „stark übertrieben und verzerrt“ bezeichnet.
Kontroverse um einen Bericht
Auslöser der Diskussion war ein Bericht des Nachrichtenportals „The Free Press“ vom Donnerstag. Darin wurde behauptet, die US-Regierung habe versucht, den Vatikan und die katholische Kirche auf die außen- und sicherheitspolitische Linie von Präsident Trump zu verpflichten. Papst Leo XIV. und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatten zuletzt mehrfach öffentlich dazu aufgerufen, das Völkerrecht sowohl im Kontext der Lage in Venezuela als auch in den aktuellen Konflikten im Nahen Osten zu respektieren.
Personalwechsel in der Nuntiatur
Kardinal Christophe Pierre, 80, amtierte von 2016 bis März 2026 als Apostolischer Nuntius in Washington. Sein Nachfolger wurde im vergangenen Monat der 68-jährige Vatikandiplomat Gabriele Giordano Caccia. Das Treffen im Pentagon fand somit in der Endphase der Amtszeit Pierres in den Vereinigten Staaten statt.
(vatican news/kna)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.