Gut, das ist eine Aufnahme des James Webb Space Telescope - aber das Vatikan-Teleskop VATT in Tucson, Arizona, liefert ähnlich gute Bilder Gut, das ist eine Aufnahme des James Webb Space Telescope - aber das Vatikan-Teleskop VATT in Tucson, Arizona, liefert ähnlich gute Bilder   (Public)

Vatikan-Sternwarte gibt Studierenden an Jesuiten-Unis Zugriff auf Teleskop

Die Vatikanische Sternwarte macht ihr Hauptteleskop in den USA für Studierende an Universitäten in jesuitischer Trägerschaft zugänglich. Nach Abschluss der Automatisierung des Vatican Advanced Technology Telescope (VATT) auf dem Mount Graham in Arizona können Forschende das Instrument nun aus der Ferne steuern.

Das teilte die traditionsreiche vatikanische Forschungseinrichtung an diesem Montag mit. Eine zentrale Rolle übernahm die US-amerikanische Mäzenin Kim Bepler, eine der großzügigsten Unterstützerinnen der Jesuitenuniversität Fordham in New York City. Sie stellte Mittel bereit, damit Studierende an Hochschulen weltweit auf das VATT zugreifen können, besonders von Universitäten, die sonst keinen Zugang zu Teleskopen dieser Art haben. Bepler unterstützte auch die Sommerschule der Sternwarte, zu der jährlich im Sommer einige Dutzend Nachwuchs-Astronomen und Astronominnen aus aller Welt nach Castel Gandolfo reisen. Die nach wie vor von Jesuiten betriebene vatikanische Sternwarte liegt auf dem Gelände der päpstlichen Sommerresidenz.

Ein Treffen im Januar zwischen Bepler, Sternwartedirektor Pater Richard D’Souza und dem Präsidenten der Vatikanischen Sternwartenstiftung, Bruder Guy Consolmagno, führte zur Entwicklung eines neuen Programms, das den Namen JOE trägt („Jesuit Observatory Experience“). Ziel ist es, Forschungstechnik in den Unterricht bringen. Mehrere Universitäten in den USA starten im Herbst ein Pilotprojekt, so die Mitteilung. Bei Erfolg planen die Verantwortlichen eine weltweite Ausweitung. So soll eine historische Entwicklung auf neue Art fortgeführt werden: Früher betrieben viele Universitäten des Ordens eigene Sternwarten. Heute erfolgt Forschung vor allem an großen Teleskopen in abgelegenen Regionen ohne Lichtverschmutzung.

Mit dem neuen System entfällt diese Anreise künftig. Studierende können das Teleskop direkt aus dem Universitäts-Labor nutzen. Die Sternwarte sieht darin einen Beitrag, den Zugang zu Forschungseinrichtungen innerhalb der Kirche zu erweitern.

(vatican news - gs)

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20. April 2026, 16:20