Wie es mit der Umsetzung der Beschlüsse der Synode zur Synodalität steht, soll intensiv evaluiert werden Wie es mit der Umsetzung der Beschlüsse der Synode zur Synodalität steht, soll intensiv evaluiert werden  (Vatican Media)

Synodensekretariat plant Vorbereitungs-Treffen für Kontinentalversammlung

Vom 23. bis 25. Juni sollen die kontinentalen Evaluierungsversammlungen vorbereitet werden, die für das erste Quartal 2028 vorgesehen sind. Auch Papst Leo wird an einer der Arbeitssitzungen teilnehmen. Das hat das Synodensekretariat am Montag bekannt gegeben. Zuvor war der XVI. Ordentliche Rat am Freitag zu einer Onlinesitzung zusammengetreten, um über die Umsetzung der bereits beschlossenen Ergebnisse zu beraten.

Zunächst leitete der Generalsekretär der Synode, Kardinal Mario Grech, die Arbeiten mit einigen Mitteilungen zum aktuellen Stand der Umsetzung des Schlussdokuments der XVI. Vollversammlung ein. Auch die Arbeit der Studiengruppen, die über von der Synode ausgelagerte Themenfelder zu beraten hatten und deren Abschlussberichte derzeit nach und nach veröffentlicht werden, war Thema.

Zwei internationale Versammlungen

Darüber hinaus ging das Statement aus dem Synodensekretariat von diesem Montag auf zwei geplante Treffen ein.

Das erste, vom 23. bis 25. Juni 2026, soll der Vorbereitung der kontinentalen Evaluierungsversammlungen dienen, die für das erste Quartal 2028 vorgesehen sind. Die Kirche der verschiedenen Kontinente soll bei diesen Treffen eine erste Zwischenbilanz des Reformprozesses ziehen und sich darüber verständigen, welche Veränderungen auf kontinentaler Ebene durch die Synode bereits angestoßen wurden. Zu der vorbereitenden Sitzung seien ein Vertreter der Patriarchen des Rates der Patriarchen der Ostkirchen, die Vorsitzenden der Internationalen Versammlungen der Bischofskonferenzen sowie die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der USA und Kanadas eingeladen worden. Sie sollten jeweils in Begleitung des Koordinators ihres Synodenteams und, wenn möglich, des Generalsekretärs kommen, hieß es weiter. Auch Papst Leo XIV. werde an einer der Arbeitssitzungen persönlich teilnehmen, kündigte das Synodensekretariat an.

Beratungen der Bischöfe mit dem Papst

Vom 7. bis 14. Oktober 2026 werde im Vatikan das Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen aus aller Welt zum Thema Familie im Licht des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris laetitia stattfinden, so die Mitteilung. Diese Versammlung hatte Papst Leo selbst in seiner Botschaft zum zehnten Jahrestag von Amoris laetitia (19. März 2026) angekündigt. Die Organisation des Treffens werde nach Wunsch von Papst Leo das Dikasterium für Laien, Familie und Leben übernehmen, während das Generalsekretariat der Synode organisatorische und methodische Unterstützung leisten solle. Bei der Versammlung handele es sich ausdrücklich nicht um eine Synodenversammlung, „sondern um ein Konsultationstreffen des Heiligen Vaters mit den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und der Synoden der katholischen Ostkirchen sui iuris“, wird in der Aussendung klargestellt. Im Vorfeld war die Frage aufgekommen, ob an diesem Treffen, ähnlich wie bei der Synode zur Synodalität, auch in bedeutender Zahl Laien teilnehmen werden.

Dokument zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse auf gutem Weg

In der aktuellen Sitzung vom Freitag habe P. Giacomo Costa S.J., Konsultor des Generalsekretariats und Sondersekretär der XVI. Versammlung, einen Entwurf für den Weg der Umsetzung der Synode und insbesondere für die Durchführung der Evaluierungsversammlungen vorgelegt. Nach ausgiebiger Diskussion habe der Rat das Dokument in seiner allgemeinen Struktur gebilligt. Die endgültige Fassung des Dokuments, das als Ergänzung zu den im Juni 2025 veröffentlichten Leitlinien für die Umsetzungsphase zu verstehen ist, werde nochmals vom Ordentlichen Rat überarbeitet und werde bis zum Beginn des Sommers veröffentlicht, hieß es weiter.

Dem ehemaligen Untersekretär des Generalsekretariats der Synode, Luis Marín De San Martín, ließen die Ratsmitglieder ihren Dank für sein Engagement in den vergangenen Jahren im Generalsekretariat der Synode aussprechen und versicherten ihn ihrer Gebete für den neuen Dienst. Der Geistliche wurde im März von Papst Leo zum Almosenmeister und damit Präfekt des Dikasteriums für die Nächstenliebe ernannt und zum Erzbischof erhoben.

(vatican news)

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20. April 2026, 11:02