Kardinal Fernández warnt die Piusbrüder
Vatican News
Das schreibt der Kardinal, der das vatikanische Dikasterium für die Glaubenslehre leitet, in einer kurzen Erklärung, die an diesem Mittwoch veröffentlicht wurde. Papst Leo bete darum, dass die Piusbrüder die „außerordentlich schwerwiegende Entscheidung“ doch noch rückgängig machen.
Die vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-91) gegründete, schismatisch orientierte Piusbruderschaft hat angekündigt, trotz der Warnungen aus dem Vatikan im kommenden Juli neue Bischöfe ohne päpstlichen Auftrag zu weihen. Die Erklärung von Kardinal Fernández, die mit Papst Leo abgesprochen ist, reagiert auf eine Reihe von Anfragen, die das Glaubensdikasterium erreicht haben.
Wörtlich schreibt der argentinische Kurienkardinal: „Ich bekräftige, was bereits mitgeteilt wurde. Die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. angekündigten Bischofsweihen verfügen nicht über den entsprechenden päpstlichen Auftrag. Diese Geste wird ‚einen schismatischen Akt‘ darstellen (Ecclesia Dei, Nr. 3). ‚Die formale Zustimmung zu einem Schisma ist eine schwere Beleidigung Gottes und bringt die Exkommunikation mit sich, wie im Kirchenrecht festgesetzt ist‘ (ebenda, 5c)“.
Die Zitate, die Kardinal Fernández in seiner Erklärung anführt, stammen aus dem Apostolischen Schreiben „Ecclesia Dei“ (Die Kirche Gottes) aus dem Jahr 1988. Damit reagierte der damalige Papst Johannes Paul II. auf eine „unrechtmäßige Bischofsweihe“ durch Erzbischof Lefebvre vom 30. Juni 1988.
Außerdem heißt es in der Erklärung aus dem Glaubensdikasterium wörtlich: „Der Heilige Vater betet weiterhin darum, dass der Heilige Geist die Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X. erleuchte, damit sie von der außerordentlich schwerwiegenden Entscheidung, die sie getroffen haben, wieder Abstand nehmen.“
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