Cyber-Sklaverei: Symbolbild Cyber-Sklaverei: Symbolbild 

Vatikan: Familiennachzug schützt vor Kinderhandel

Kinder auf der Flucht oder unterwegs in Migrationsbewegungen geraten besonders leicht in die Hände von Menschenhändlern. Darauf hat der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ettore Balestrero, an diesem Montag vor dem UN-Menschenrechtsrat hingewiesen.

Der Vatikandiplomat sprach sich für die Einrichtung „sicherer und regulärer Migrationswege“ aus, weil diese die Machenschaften von Menschenhändlern einzudämmen in der Lage seien. „In diesem Zusammenhang kommt der Familie eine entscheidende Rolle zu, insbesondere durch Familienzusammenführung und die Betreuung unbegleiteter Kinder“, so Balestrero.

Als neues, beunruhigendes Phänomen benannte der Vatikandiplomat die sogenannte Cyber-Sklaverei. Dabei lockten Täter ihre Opfer, „oft Minderjährige“, über anonyme digitale Systeme in betrügerische Machenschaften und kriminelle Aktivitäten wie Online-Betrug oder Drogenschmuggel.

Balestrero warb für Prävention, Schutz, Befreiung und Rehabilitation von Minderjährigen, die Opfer von Menschenhandel werden. Kinder bräuchten gerade in Zeiten von Krieg, Terrorismus, Menschenhandel und Gewalt ein Umfeld, das von Leben, Dialog und gegenseitigem Respekt geprägt sei. Es sei „besonders wichtig, dass Kinder eine Kultur des Lebens, des Dialogs und des gegenseitigen Respekts erfahren“, so Balestrero.

(vatican news – gs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..

22. Juni 2026, 17:46