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Vatikan/UNO: HIV-Versorgung in Entwicklungsländern verbessern

Auf einer hochrangigen Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema HIV/Aids in New York hat die Mission des Ständigen Beobachters des Heiligen Stuhls Defizite bei der medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern thematisiert.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In der Erklärung vom 10. Juli wird die Notwendigkeit flächendeckender Tests und kontinuierlicher antiretroviraler Therapien für gefährdete sowie HIV-positive Mütter und deren Kinder hervorgehoben. Der Heilige Stuhl verweist darauf, dass Kinder im globalen Vergleich überproportional von den Todesfolgen betroffen sind: Während der Anteil infizierter Kinder weltweit bei drei Prozent liegt, machen sie zwölf Prozent der Todesopfer aus.

Marco Formica, der interimistische Geschäftsträger der Mission, erklärte hierzu, dass eine medizinische Betreuung vor, während und nach der Geburt sowohl die Mütter als auch die Kinder schütze. Die Sicherstellung einer frühzeitigen Diagnose und eines kontinuierlichen Zugangs zu altersgerechten Behandlungen für infizierte Kinder sei eine Kernaufgabe.

Katholische Kliniken behandeln weltweit ein Viertel aller HIV-Kranken

Die katholischen Gesundheitseinrichtungen, die nach Angaben der Mission etwa ein Viertel aller Aids-Kranken weltweit betreuen, beabsichtigen, diese Arbeit fortzuführen. Ziel sei es, die Versorgung unter Achtung der menschlichen Würde zu gewährleisten.

Formica verwies in seinem Beitrag auf die Fortschritte der vergangenen fünf Jahre sowie auf die Entwicklungen seit dem ersten hochrangigen Treffen zu diesem Thema im Jahr 2001. Die antiretrovirale Therapie ermögliche Betroffenen heute eine höhere Lebenserwartung und eine verbesserte Lebensqualität. Der Heilige Stuhl betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung sektorübergreifender Partnerschaften, die maßgeblich zur Senkung der Behandlungskosten und zur Ausweitung der Verfügbarkeit von Medikamenten beigetragen haben.

Viele sind weiterhin ausgeschlosssen

Gleichzeitig wies die Mission darauf hin, dass weiterhin viele Menschen von einer adäquaten Behandlung ausgeschlossen sind. Die Stärkung der Gesundheitssysteme sowie der Ausbau von Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten im medizinischen Bereich der Entwicklungsländer seien Voraussetzungen für eine gleichmäßige Versorgung. Diese Forderung decke sich mit den Aussagen von Papst Leo XIV. bei dessen Besuch im De-La-Croix-Krankenhaus in Jal el-Dib im Libanon im Dezember 2025. Der Papst hatte dort gemahnt, dass eine Gesellschaft sich nicht an Wohlstandsorientierung ausrichten dürfe, während Situationen von Armut und Verwundbarkeit unbeachtet blieben.

(vatican news)

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11. Juli 2026, 09:20