Predigt bei der Messe, die vom Kardinalstaatssekretär des Vatikans, Pietro Parolin, in der Metropolitan-Kathedrale zelebriert wurde. Predigt bei der Messe, die vom Kardinalstaatssekretär des Vatikans, Pietro Parolin, in der Metropolitan-Kathedrale zelebriert wurde.  (AFP or licensors)

Kardinal Parolin würdigt diplomatische Beziehungen mit Guatemala

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Guatemala weilt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu einem mehrtägigen Besuch in dem mittelamerikanischen Land. Bei einem Festgottesdienst in der Kathedrale von Guatemala-Stadt übermittelte er Segenswünsche von Papst Leo XIV. und forderte zu gesellschaftlichem Engagement gegen Ungleichheit und Korruption auf.

Mario Galgano - Vatikanstadt

An der Feier nahmen neben zahlreichen Gläubigen und Vertretern der Bischofskonferenz auch Präsident Bernardo Arévalo und Vizepräsidentin Karin Herrera teil. Zu Beginn übermittelte Parolin die Grüße und die Segenswünsche von Papst Leo XIV. an die Bevölkerung des Landes.

Die Feier in Guatemala
Die Feier in Guatemala   (ANSA)

Verachtung, Gleichgültigkeit und Ungleichheit überwinden

In seiner Predigt betonte der päpstliche Chefdiplomat die gesellschaftliche Verantwortung des Glaubens. Die Verkündigung des Evangeliums erfordere den Einsatz für eine gerechtere, geschwisterliche und solidarische Gesellschaft. Es gelte, Dynamiken von Verachtung, Gleichgültigkeit und Ungleichheit zu überwinden, die häufig durch Korruption verursacht würden. Mit Verweis auf das Tagesevangelium von der Wundermehrung erinnerte der Kardinal daran, dass Gott den tiefsten Hunger des Menschen nach Sinn, Liebe und Hoffnung stille, die Menschen jedoch gleichzeitig aufgerufen seien, Notleidenden konkret zu helfen und das Eigene einzubringen.

Die Feier in Guatemala
Die Feier in Guatemala

Parolin trifft auch Indigene

Der viertägige Aufenthalt des Kardinalstaatssekretärs, der vom 1. bis zum 4. August dauert, fällt zudem mit dem 400. Geburtsjahr des heiligen Bruder Pedro de Betancur zusammen. Das Programm sieht nach dem Besuch eines Seniorenheims und der Feier in der Kathedrale politische Gespräche mit Präsident Arévalo und Außenminister Carlos Ramiro Martínez vor. Darüber hinaus stehen Treffen mit Vertretern der indigenen Völker, dem Diplomatischen Korps sowie den Bischöfen und Priestern des Landes auf dem Plan, bevor die Reise mit einem Gottesdienst in Mixco endet.

(vatican news)

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03. August 2026, 13:56