Folgen des Zyklons Folgen des Zyklons  (AFP or licensors)

Madagaskar: Wirbelsturm traf Menschen schwer

Der Wirbelsturm „Gezani“ hat in Madagaskar schwere Verwüstungen angerichtet. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde traf der Zyklon besonders die Hafenstadt Toamasina.

Das österreichische Hilfswerk „Jugend Eine Welt“ berichtete am Donnerstag, dass das Küstenviertel Ampanalana nahezu vollständig zerstört wurde. Von rund 900 erfassten Häusern blieben nur wenige Dutzend, hauptsächlich massiv gebaute Gebäude, unbeschädigt. Die meisten Häuser, oft aus Blech oder Ravinala-Blättern errichtet, wurden von den Böen weggeblasen. Nach Behördenangaben wurden mehr als 30 Menschen getötet, mehrere Personen sind vermisst.

Schwere Schäden

Auch die Einrichtungen der Salesianer Don Boscos, langjährige Projektpartner von Jugend Eine Welt, erlitten schwere Schäden. „Wir sind seit mehr als zehn Jahren in Toamasina tätig. Wir haben ein Gemeinschaftshaus errichtet, eine Schule für 140 arme und besonders gefährdete Jugendliche aufgebaut sowie eine Pfarre, ein Jugendzentrum und ein Projekt zur Förderung von Frauen gegründet, das dieses Jahr abgeschlossen wurde. Der Bau eines Berufsbildungszentrums steht kurz vor dem Beginn“, erklärte „Jugend Eine Welt“-Projektpartner P. Berthin. „Nun sind 90 Prozent der Dächer unserer Einrichtungen vom Sturm weggerissen worden. Wasser ist in die Gebäude eingedrungen. Unser Lebensmittellager und die Schulkantine sind nicht mehr nutzbar und müssen neu aufgebaut werden.“

Spendenaufruf

„Der Zyklon traf die Menschen auf Madagaskar mitten ins Herz. Der Wiederaufbau geht nur mit Ihrer Hilfe, bitte spenden Sie“, appellierte Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von „Jugend Eine Welt“. „Neben der Reparatur unserer Infrastruktur müssen wir auch den armen Menschen in unserer Umgebung soziale Hilfe leisten, da auch sie Opfer des Zyklons ,Gezani‘ geworden sind“, ergänzte P. Berthin.

(kap - pr)

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12. Februar 2026, 14:54