Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul  (ANSA)

Thailand/Kambodscha: Hoffnung auf stabiles Friedensabkommen

Von der neuen thailändischen Regierung erhoffen sich Kirche und Zivilgesellschaft einen Frieden, der den Konflikt mit Kambodscha definitiv löst. Das berichtet ein Bischof mit Blick auf die Stimmung in Thailand nach den Wahlen vom 8. Februar.

Im Zuge des Konfliktes mit dem Nachbarland hätten in den vergangenen Monaten in Thailand „nationalistische Gefühle“ Einzug gehalten, zitiert der Fides-Dienst Bischof Paul Trairong Multree, der in der Diözeses Surat Thani in Südthailand wirkt. Auf beiden Seiten sei der Konflikt teils instrumentalisiert worden.

Hoffnung auf definitive Lösung

Mit der neuen Regierung verknüpfe sich nun die Hoffnung auf eine definitive Lösung des Konfliktes mit Kambodscha, so Bischof Trairong Multree weiter. Der aktuelle Waffenstillstand werde „hoffentlich von beiden Seiten eingehalten, und wir hoffen, dass die neue Regierung einen dauerhaften und definitiven Friedenspakt fördert, damit wieder ein gutes Verhältnis und normale Beziehungen in Wirtschaft und Handel etabliert werden“.

Beide Länder hatten sich im Dezember auf eine Waffenruhe verständigt. Im Grenzgebiet war es seit Juli 2025 zu militärischen Auseinanderstezungen mit Toten und Verletzten gekommen. Der Streit um den Grenzverlauf reicht bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurück, als Kambodscha noch zu Frankreich gehörte.

Wahlergebnis zeigt Willen zu Stabilität

Die soziale Lage nach den Wahlen scheine ruhig, berichtet der Bischof weiter. Der Urnengang habe gezeigt, dass die Thailänder auf Stabilität für ihr Land hofften, so der Kirchenvertreter. Bei der Parlamentswahl gewann der konservative Regierungschef Anutin Charnvirakul mit seiner Bhumjaithai-Partei die Wahl vor der progressiven Volkspartei.

Thailand blickt auf Jahre politischer Instabilität zurück. Nach der Auflösung der reformorientierten Move Forward-Partei und dem Sturz der Regierung im vergangenen Jahr kam es zu Machtverschiebungen. Das Parlament wurde im Dezember aufgelöst und Neuwahlen wurden angesetzt. Die katholische Kirche rief die Wähler dazu auf, Kandidaten zu unterstützen, die die Menschenwürde achten, sich für die Armen einsetzen und das Gemeinwohl über persönliche Interessen stellen.

Christen machen in Thailand weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus.

(fides/vatican news – pr)

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12. Februar 2026, 10:03