US-Bischöfe: Ende des Atomwaffen-Vertrags „inakzeptabel“
In ihrer Stellungnahme vom Dienstag forderten die Bischöfe politische Entscheidungsträger zu Verhandlungen auf, um die Beschränkungen für ihre Atomwaffenarsenale aufrechtzuerhalten und Wege zur Abrüstung zu eröffnen. „Internationale politische Meinungsverschiedenheiten, so schwerwiegend sie auch sein mögen, dürfen nicht als Vorwand für diplomatische Blockaden dienen“, betonte Coakley, Erzbischof von Oklahoma City.
„Ich rufe alle Gläubigen und alle Männer und Frauen guten Willens dazu auf, inständig dafür zu beten, dass wir als internationale Gemeinschaft den Mut aufbringen, einen authentischen, transformativen und dauerhaften Frieden anzustreben", schrieb Coakley.
Letztes Angebot im September
Der 2011 in Kraft getretene Strategic Arms Reduction Treaty (Start) verpflichtete Russland und die USA, jeweils nicht mehr als 1.550 einsatzbereite nukleare Sprengköpfe und eine beschränkte Zahl von Trägersystemen und Abschussvorrichtungen zu besitzen. Das Folgeabkommen wurde zuletzt Anfang Februar 2021 um fünf Jahre verlängert.
2023 setzte Russlands Präsident Wladimir Putin die Teilnahme an New Start aus, bot aber vergangenen September eine erneute Verlängerung des Abkommens um ein Jahr an. Schätzungen gehen davon aus, dass Russland derzeit etwa 5.460 nukleare Sprengköpfe besitzt, die USA 5.180. Weil inzwischen China als Atommacht mit schätzungsweise mehr als 600 einsatzfähigen Sprengköpfen hinzugekommen ist, rechnen Experten bei einem neuen Wettrüsten mit einer komplizierten Dynamik.
Die katholische Kirche ist entschieden gegen den Einsatz von Nuklearwaffen und die Drohung damit. Papst Franziskus (2013-2025) nannte die vollständige Abschaffung aller Atomwaffen eine „moralische und humanitäre Pflicht“.
(kna - cs)
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