Irak: Christen vor neuen Herausforderungen
Nach häufigen Treffern in den vergangenen Tagen, zuletzt auf Gebäude der chaldäisch-katholischen Kirche in Erbil, der irakischen Hauptstadt von Kurdistan, konfrontiere der derzeitige Konflikt die Christen vor Ort mit neuen Ängsten, äußert Dilan Adamat, der Gründer der gemeinnützigen Organisation „The Return“, gegenüber vatican news. Eine klare Frontlinie wie etwa beim Kampf gegen den IS gebe es nicht, vielmehr könnten die Raketen überall einschlagen. Auch wenn der Irak nicht direkt in den Krieg involviert sei, mache die geographische Lage dies unvermeidlich.
Krisenerprobte Bevölkerung
Die Christen im Irak seien aufgrund der vielen Konflikte in den vergangenen Jahren an Krisen und Kriege gewöhnt. „Sie wissen, wie man sich anpasst“, so Adamat. Das Leben laufe weiter, die Menschen gingen zur Arbeit, in Supermärkte und Restaurants. Die Lage derzeit sei ungewiss, man warte hauptsächlich, wie es weitergehe, so Dilan Adermat.
Ungewisse Zukunft der christlichen Minderheit
Adamat, der mit seiner Organisation geflohenen Irakern die Rückkehr in ihre frühere Heimat ermöglichen will, fürchtet allerdings, dass die Christen der Region aufgrund der neuesten Entwicklungen die Hoffnung verlieren werden. In den vergangenen 25 Jahren habe die christliche Minderheit 90 Prozent ihrer Mitglieder eingebüßt. Der Konflikt werde dazu führen, dass noch mehr Christen die Region verlassen, so Adamat. Die Zukunft der christlichen Gemeinschaft des Irak, einer der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt, sei ungewiss.
(vatican news – cf)
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