Jüdische Siedlungen in Maale Adumim zwischen Jerusalem und Jericho Jüdische Siedlungen in Maale Adumim zwischen Jerusalem und Jericho 

Heiliges Land: Siedlergewalt im Schatten des Iran-Krieges

Im Schatten des Iran-Krieges geht die Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im gesamten Westjordanland offenbar weiter. Das meldete die israelische Menschenrechtsorganisation „Jesch Din“ (Es gibt Recht) an diesem Donnerstag.

Seit Beginn der Raketenangriffe habe es fünfzig Übergriffe in 37 palästinensischen Ortschaften gegeben. Sie hätten tödliche Schießereien, körperliche Angriffe, Sachbeschädigung und Bedrohungen umfasst.

„Unter dem Deckmantel des Krieges eskaliert die Gewalt der Siedler mit dem Ziel, die Palästinenser zu vertreiben und ihr Land zu übernehmen. Die Bestrebungen der Regierung, die Palästinenser zu vertreiben, werden von gewalttätigen Siedlern vor Ort umgesetzt“, so Jesch Din in einer Stellungnahme.

Taybeh
Taybeh

Warum das christliche Dorf Taybeh immer wieder angegriffen wird

Eine andere israelische Menschenrechtsorganisation ist das Religious Freedom Data Center, das von der jüdischen Religionswissenschaftlerin Yisca Harani geleitet wird. Seit 30 Jahren sei der israelische Nationalismus stetig gewachsen, zeigte sie sich in der in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Tagespost“ besorgt.

Seit vier Jahrzehnten erkläre sie jüdischen Diplomaten, Reiseleitern und Journalisten, was Christen und Muslime glauben. Die fanatischen Siedler im Westjordanland würden nicht zwischen Christen und Muslimen differenzieren, denn sie seien einfach anti-palästinensisch,. Das erkläre auch, warum etwa das rein christlichen Dorf Taybeh im Westjordanland so oft angegriffen werde.

Harani sammelt und dokumentiert Hassverbrechen gegen Christen in Israel, die sie systematisch zur Anzeige bringt, auch wenn sie nie eine Antwort von Polizei und Staatsanwaltschaft erhalte. 181 seien es alleine im Vorjahr gewesen, die meisten davon in Jerusalem.

(kap – sk)

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06. März 2026, 09:55