Kenia: Bischof kritisiert Selbstsucht als Wurzel der Armut
Armut entstehe aus Selbstsucht, so Bischof Cleophas Oseso Tuka, der Bischof der kenianischen Diözese Nakuru. In seiner Predigt vor Schülern am 5. Februar betonte der Bischof, dass das Land eigentlich genug Ressourcen für seine Bewohner habe. Diese könnten jedoch oftmals nicht richtig genutzt werden, weil die Menschen ihrer Verantwortung anderen gegenüber nicht gerecht würden. Selbstsucht und Ungleichheit hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass einige wenige Magnaten große Teile der Ressourcen kontrollierten, während der Rest mit Armut kämpfe.
Aufruf zur Solidarität
Helfen könnten gegen diese Probleme nur Bildung und ein starkes Gesundheitswesen. Aus diesem Grund spornte der Bischof die jungen Menschen dazu an, die ihnen gegebenen Chancen bestmöglich zu nutzen. Dabei sollten sie nicht nur an sich selbst, sondern immer auch an andere denken. Mit Verweis auf die Lazarus-Geschichte predigte der Bischof Anfang März, dass Gott die Menschen nicht dazu aufrufe, sich selbst zu bereichern, sondern das Leben der Mitmenschen.
Schätzungsweise mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Kenia lebt unter der nationalen Armutsgrenze. Vor allem in ländlichen Gebieten führt das zu hoher Mangelernährung, fehlender Gesundheitsversorgung und Kinderarbeit.
(aciafrica – cf)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.