Nepal: Hoffnung auf Wandel nach Parlamentswahl
Die neue Regierung Nepals stehe nach den Parlamentswahlen am 5. März vor vielfältigen Herausforderungen. Das berichtet Silas Krishna Bogati, Apostolischer Administrator des Apostolischen Vikariats Nepal, gegenüber AsiaNews. Die Wahlen am vergangenen Donnerstag waren die ersten nach den Studentenunruhen, die sich gegen die Korruption im Land wandten und damit die Regierung zum Rücktritt zwangen. Derzeit sehen die Umfragen die neue Partei des Rappers Balendra „Balen“ Shah vorne, der mit diesem Wahlergebnis die traditionellen Parteien weit hinter sich ließ. Shah war zuvor Bürgermeister der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.
Hoffnung auf einen politischen Wandel im Land
Viele junge Menschen hätten einen Wunsch nach Veränderung, einige haben dafür ihr Leben gelassen, so Bogati, der erste in Nepal geborene katholische Priester. Große Teile der Bevölkerung hofften auf einen wirtschaftlichen Aufschwung, ein gestärktes Bildungs- und Gesundheitswesen und mehr Unterstützung für Frauen. Die wenigen Christen des Landes setzten darauf, dass die neue Regierung die formal garantierte Religionsfreiheit weiter stärke. „Wir hoffen, dass sich die Situation weiter verbessert“, äußert Bogati.
Nepal kämpfte im vergangenen Jahr mit schweren Unruhen. Bei den Jugendlichen und Studenten des Landes baute sich über längere Zeit Unmut über Korruption und Vetternwirtschaft auf. Nach einem Social-Media-Verbot am 4. September 2025, das unter anderem die Plattformen Facebook, WhatsApp und YouTube betraf, weiteten sich die Proteste aus. Der Versuch der Regierung, die Proteste niederzuschlagen, forderte über 70 Tote.
(AsiaNews - cf)
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