Christliche junge Frauen haben in Pakistan häufig mit Übergriffen zu kämpfen Christliche junge Frauen haben in Pakistan häufig mit Übergriffen zu kämpfen  (AFP or licensors)

Pakistan: Sorge wegen Zwangskonvertierungen junger Frauen

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Focus Pakistan“ in Pakistan hat tiefe Besorgnis über die steigende Zahl von Entführungen, Zwangskonvertierungen und Zwangsheiraten von Mädchen aus Minderheitengruppen, darunter besonders Christen, in dem mehrheitlich muslimischen Land geäußert.

In einer am 27. März veröffentlichten Presseerklärung wies die Organisation auf ein beunruhigendes Muster von Missbrauch hin, das sich in erster Linie speziell gegen minderjährige christliche Mädchen richte. Diese gezielten Übergriffe gingen oft mit Einschüchterung und Druck auf die Familien einher, was rechtliche Schritte behindere, so die Menschenrechtsorganisation. Dabei stellten diese Vorfälle klare Verstöße gegen pakistanisches Recht dar.

Polizei verweigert Zusammenarbeit

In ihrem Schreiben wies die Menschenrechtsorganisation auf drei prominente Fälle in der pakistanischen Stadt Faisalabad hin, in denen minderjährige christliche Mädchen zunächst entführt, dann gewaltsam bekehrt und in eine Ehe gezwungen worden waren. Nach solchen Vorfällen verweigerten die Polizeibeamten oftmals die Zusammenarbeit und verzögerten die Vorgänge. Erst durch das Einschreiten von größeren Organisationen würden die Täter rechtlich verfolgt.

Appell an Justiz und Politik

Die Organisation forderte deswegen Strafverfolgungs- und Justizbehörden sowie politische Entscheidungsträger nachdrücklich auf, die umgehende Aufnahme von Strafanzeigen sicherzustellen, unparteiische Ermittlungen durchzuführen und bestehende Gesetze strikt durchzusetzen, um den Schutz von Minderheiten zu gewährleisten.

(uca news – cf)

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30. März 2026, 10:59