Sudan: Acht Schüler bei Drohnenangriff getötet
Unter den Todesopfern befinden sich vier Minderjährige. Die Attacke forderte zudem zahlreiche Verletzte. In der gesamten Region wurden die Schulen als Reaktion auf den Vorfall vorerst geschlossen. UNICEF verurteilte den Angriff als einen weiteren Tiefpunkt in dem seit April 2023 andauernden Konflikt.
„Ein skandalöser Verstoß“
Sheldon Yett, UNICEF-Vertreter im Sudan, bezeichnete die Vorfälle als eine „skandalöse Verletzung der Rechte von Kindern auf Sicherheit und Schutz“. Die Angriffe seien ein „tragisches Mahnmal für die brutalen Auswirkungen dieses Konflikts auf die Jüngsten“. Yett mahnte eindringlich: „Schulen müssen immer sichere Orte sein, an denen Kinder lernen, wachsen und hoffen können. Sie dürfen niemals angegriffen werden.“
UNICEF erinnerte alle Konfliktparteien daran, dass Schulen und Krankenhäuser nach dem humanitären Völkerrecht als geschützte zivile Einrichtungen gelten. Es sei eine völkerrechtliche Verpflichtung, Zivilisten – insbesondere Kinder – zu schützen und sicherzustellen, dass Wohnraum, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser sowie die Wasser- und Sanitärinfrastruktur unangetastet bleiben.
Verheerende Bilanz seit Konfliktbeginn
Seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen den sudanesischen Streitkräften und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) Mitte April 2023 wurden bereits mindestens 200 Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser gemeldet.
Diese systematische Zerstörung entzieht unzähligen Kindern im ganzen Land nicht nur den Zugang zu Bildung, sondern beraubt sie auch der medizinischen Grundversorgung. Der Sudan erlebt derzeit eine der schwersten humanitären Krisen weltweit, wobei Kinder die Hauptlast der Gewalt tragen.
(sir - mg)
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