In Nigeria hat sich die Angst auf andere Bundesstaaten und Diözesen wie die von Ondo ausgeweitet. In Nigeria hat sich die Angst auf andere Bundesstaaten und Diözesen wie die von Ondo ausgeweitet.  (AFP or licensors)

Afrika: Ostern zwischen Sicherheitsbedenken und Umkehrrufen

Die Osterfeierlichkeiten auf dem afrikanischen Kontinent finden unter dem Eindruck von Instabilität und pastoralen Aufrufen zur gesellschaftlichen Transformation statt. Insbesondere in Nigeria führt die Gewalt zu direkten Eingriffen in den liturgischen Kalender.

Giovanni Zavatta und Mario Galgano - Vatikanstadt

In der nigerianischen Diözese Ondo hat Bischof Jude Ayodeji Arogundade angeordnet, die Osternacht am Samstag in allen Pfarreien auf 17:00 Uhr vorzuverlegen. Als Grund nannte die Diözese die „weit verbreitete Unsicherheit im Land“. Hintergrund sind bewaffnete Angriffe in drei Ortschaften der Erzdiözese Jos am Palmsonntag, bei denen nach Angaben der örtlichen Kommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden 27 Menschen getötet wurden.

Nach den Anschlägen verhängten die Behörden eine 48-stündige Ausgangssperre. Die Kirche in Ondo forderte die Gläubigen auf, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken und „unaufhörlich für Frieden und den Schutz unseres Landes“ zu beten. Trotz der Spannungen solle die Gemeinschaft „standhaft im christlichen Glauben“ bleiben.

Hoffnung in Mosambik und Äquatorialguinea

Auch in Mosambik, das weiterhin von Konflikten betroffen ist, wandte sich der Erzbischof von Beira, Claudio Dalla Zuanna, an die Gläubigen. Er betonte, dass Glaube die Kraft gebe, auch angesichts von Verlusten und unerwarteten Situationen weiterzumachen. Es gelte, „Hindernisse in Gelegenheiten für Wachstum und Dienst am Nächsten zu verwandeln“.

In Äquatorialguinea, einer Station der Apostolischen Reise des Papstes vom 13. bis 23. April, rief Bischof Miguel Angel Nguema Bee zur Selbstprüfung auf. Er thematisierte sogenannte „Komfortzonen“, in denen dem Evangelium Grenzen gesetzt würden. Jesus sei verurteilt worden, weil er die Machtstrukturen der damaligen Tempelbehörden herausgefordert habe. Diese Dynamik reside laut Bee auch heute noch „in unseren Herzen“.

Vorbereitungen auf den Papstbesuch in Angola

In Angola bereiten sich die Gläubigen ebenfalls auf die Ankunft von Papst Leo XIV. vor. Die Bischöfe des Landes mahnen eine Abkehr von einer „oberflächlichen Form des Glaubens“ an. Zeferino Zeca Martins, Erzbischof von Huambo, kritisierte einen Mangel an Engagement für Gerechtigkeit und Wahrheit und äußerte Besorgnis über die zunehmende Gewalt in Familien.

Der Erzbischof von Luanda, Filomeno do Nascimento Vieira Dias, ergänzte, dass das Bekenntnis zu Christus zu konkreten Veränderungen führen müsse: „Jeder Getaufte ist gerufen, in seinem eigenen Umfeld zum Apostel zu werden und Verantwortung in der Familie, bei der Arbeit und in der Gesellschaft zu übernehmen.“ Die Karwoche sei eine Aufforderung, über Worte hinauszugehen und Solidarität mit den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu üben.

(vatican news)

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02. April 2026, 10:48