Mitglieder des indonesischen Parlaments in Jakarta Mitglieder des indonesischen Parlaments in Jakarta  (ANSA)

Indonesien: Neues Gesetz schützt Rechte von Hausangestellten

Indonesien hat nach 22 Jahren Blockade im Gesetzgebungsverfahren ein Gesetz zum Schutz der Rechte von Hausangestellten verabschiedet. Das Gesetz sichert Millionen von Angestellten – häufig Frauen – ab, die derzeit außerhalb des formalen Arbeitnehmerschutzes arbeiten.

Die Abgeordneten verabschiedeten das Gesetz am Dienstag. Die Regierung hat nun ein Jahr Zeit, die konkreten Durchführungsbestimmungen auszuarbeiten und zu erlassen. Hausangestellte – die meisten von ihnen sind Frauen – sollen mit dem Gesetz das Recht auf Kranken- und Sozialversicherung, geregelte Arbeitszeiten, Ruhezeiten, Lohn, Urlaub und Schutz vor Missbrauch haben. 

„Bedeutender Fortschritt"

Der Direktor der Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Seelsorge für Migranten der Indonesischen Bischofskonferenz begrüßte die Ratifizierung als bedeutenden Fortschritt im Engagement des Staates für die Hausangestellten. „Es war ein langer und mühsamer Prozess“, so der Priester.

Der Gesetzentwurf war erstmals vor 22 Jahren ins Parlament eingebracht worden, allerdings hatten die Abgeordneten das Gesetz immer wieder blockiert. Dass es nun ratifiziert sei, fühle sich laut Betroffenen „wie ein Traum“ an.

(uca news – cf)

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22. April 2026, 11:20