Nach einem Angriff der ADF in Masala (Archivbild) Nach einem Angriff der ADF in Masala (Archivbild) 

NGO: „Verschärfung der Krise in der DR Kongo“

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo leidet die Bevölkerung unter einer schweren Eskalation von Menschenrechtsverletzungen durch die Alliierten Demokratischen Kräfte (ADF). In einem neuen Bericht von Amnesty International werden die Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die bewaffnete Gruppe rekonstruiert, die mit dem Islamischen Staat verbunden. Zeugen sagen nach einem Angriff aus: „Ich habe noch nie so viele Leichen gesehen“.

Der Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentiert gewalttätige Attacken auf die Zivilbevölkerung, Entführungen, Zwangsarbeit, Rekrutierung und Einsatz von Kindern, sowie schwere Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Die Gewalt der ADF konzentriert sich auf die großen Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in welcher auch die bewaffnete Gruppe March 23 Movement (M23) aktiv ist, die von Ruanda unterstützt wird. Laut Amnesty International hat die ADF die Verlegung von Truppen und die internationale Aufmerksamkeit des Vormarsches der M23 seit Anfang 2025 für ihre eigenen Aktivitäten unter dem Radar genutzt.

Auswertung der Forschung

Im November 2025 hat Amnesty International in Nord-Kivu geforscht. Basierend auf der Forschung beinhaltet der Bericht die Auswertung aus 71 Interviews und Befragungen von Überlebenden, Zeugen, Sicherheitsbeamten und humanitären Helfen. In dieser Zeit wurden zwischen Ituri und Nord-Kivu acht Angriffe dokumentiert. Bei einem davon, der sich am 08. September 2025 ereignete, wurden über 60 Zivilisten getötet. 

Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International sagt dazu: „Die Zivilbevölkerung im Osten der DR Kongo hat massive Brutalität durch die ADF erlitten. Menschen wurden getötet, entführt und gefoltert in einer entmenschlichenden Gewaltkampagne“. Laut Callamard trägt die „ADF-Gewalt zur Verschärfung der humanitären Krise bei, denn sie überfielen und plünderten Gemeinden und Bauernhöfe, sie haben Gesundheitseinrichtungen angegriffen“.

„Dies ist ein systematischer Angriff auf die Zivilbevölkerung und stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar“

„Dies ist ein systematischer Angriff auf die Zivilbevölkerung und stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar“, fügt Callamard hinzu. Die Zivilbevölkerung müsse geschützt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie rief zu starker Unterstützung der internationalen Gemeinschaft auf und zu konkreten Schutzmaßnahmen der Bevölkerung

(AgenSIR – nm) 

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06. Mai 2026, 10:11