Pizzaballa: Extremisten nicht das Feld überlassen
Religionsführer müssten gemeinsam die Stimme für den Frieden erheben, forderte Pizzaballa am Donnerstag bei einem „Friedensgipfel des Volkes“ in Tel Aviv. Die Veranstaltung wurde getragen von mehr als 80 Organisationen, die sich zu einem Bündnis unter dem Titel „It's Time“ zusammengeschlossen haben.
Man dürfe Extremisten nicht die Deutungshoheit überlassen, so der italienische Ordensmann. Nicht Religion führe zu Krieg; vielmehr werde sie werde für die Rechtfertigung von Kriegen missbraucht.
Pizzaballa rief dazu auf, besonders mit der jungen Generation in einer Koalition von Politik, Religion, Kunst, Kultur und Sozialem für Frieden zu arbeiten. Jeder müsse seinen Baustein beitragen, „um das Gebäude wiederaufzubauen, das zerstört wurde“, so der Kardinal.
Friedenswillige als „Quälgeister“
„Die nächste Generation kann nichts bewirken, wenn wir nicht jetzt damit anfangen“, mahnte der Patriarch. Frieden zu schaffen, werde Zeit brauchen. Aber das Bündnis der Friedenswilligen, wenngleich zahlenmäßig nicht sehr stark, werde „ein Quälgeist“ sein.
(kna – nm)
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