Papst Leo XIV.  mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella Papst Leo XIV. mit dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella

Mattarella an Leo XIV: „Ihre Friedensappelle rütteln Herzen wach“

Ein Jahr nach Beginn seines Petrusdienstes hat der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella Leo XIV. zum Pontifikatsjubiläum gratuliert. In seiner Botschaft würdigt er besonders die wiederholten Aufrufe des Papstes zu gesellschaftlichem Zusammenhalt, Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und Respekt vor den Mitmenschen.

Vatican News

Angesichts der zunehmenden Willkür und Gewalt sei der Aufruf Leos XIV., den Frieden als „ein schwieriges, aber mögliches Gut“ zu betrachten, eine konkrete Inspiration für das tägliche Handeln. Seine wiederholten Appelle, „dass die Waffen schweigen und Gerechtigkeit und Dialog überall wieder der Vorrang gegeben werden soll“, machten Hoffnung und stärkten all jene, die beunruhigt seien über die „Leichtfertigkeit, mit der heutzutage mit Krieg gedroht und Krieg bisweilen auch geführt wird – mit tragischen Folgen und einem unannehmbaren Verlust an Menschenleben“. Das schreibt der italienische Staatspräsident zum ersten Jahrestag des Pontifikatsbeginns an Papst Leo XIV. Im Namen des italienischen Volkes übermittelt Mattarella dem Kirchenoberhaupt „zu diesem freudigen Anlass die herzlichsten Glückwünsche“.

Besonders hervorgehoben wird in dem Schreiben der Friedensappell, den der 266. Nachfolger Petri in seiner ersten öffentlichen Ansprache an die Welt gerichtet hat. Dieser halle „weiter in der ganzen Welt nach“ und erreiche „Herz und Verstand aller Menschen – auch jener, die von Egoismus und Eitelkeit verblendet scheinen“.

Das italienische Staatsoberhaupt erinnert in seiner Botschaft besonders an die jüngste Apostolische Reise des Papstes nach Afrika: „ein bedeutendes Zeugnis pastoraler Nähe, das den jungen Menschen und den Führungseliten dieser wunderbaren Länder klare Botschaften über die Bedeutung eines kooperativen und entwicklungsorientierten Zusammenlebens sowie über die Notwendigkeit, in Bildung und Ausbildung zu investieren, übermittelt hat“, und „den Einsatz jedes Einzelnen zum Wohle der Gemeinschaft und im Respekt vor dem Nächsten“ angemahnt habe. Praktisch gesehen seien dies „Impulse für eine ‚strategische Entscheidung für den Frieden‘ und für den kompromisslosen Schutz der Menschenwürde“.

Mattarella betont, dass „diese unaufhörlichen Appelle uns auch weiter darauf vertrauen lassen, dass die heutige Generation in der Lage ist, die gewaltigen Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen.“ Die Botschaft schließt mit einem Dank an Papst Leo XIV. „für seine Bekundungen der Verbundenheit mit dem italienischen Volk“.

(vaticannews - skr)

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19. Mai 2026, 13:39