Philippinen: Unterschriftenaktion gegen politische Dynastien
Geplant ist ein neues Gesetz, das politische Dynastien in dem mehrheitlich katholischen Land verbietet. Demnach dürften in Zukunft nur je ein nationaler und ein lokaler Amtsträger aus derselben Familie gleichzeitig öffentliche Ämter bekleiden. Philippinische kirchliche und zivilgesellschaftliche Gruppen, die als Initiatoren der Kampagne auftreten, betrachten diese als einzigen Weg, um auf ein solches Regelwerk zu drängen. Die Abgeordneten selbst gehören meist selbst Dynastien an.
Die folgenden Schritte
Damit das Anliegen vorankommt, müssen Unterschriften von zehn Prozent der registrierten Wähler auf den Philippinen gesammelt werden. Die Kampagne zielt darauf ab, Unterschriften zu sammeln, indem sie die Menschen über die Pfarreien und Schulen der Kirche auf den Philippinen mobilisiert, dem größten mehrheitlich katholischen Land Asiens mit rund 85 Millionen Katholiken.
Die Auftaktveranstaltung fand in der Diözese Cubao im Norden von Metro Manila statt, wo Bischof Elias Lumayog Ayuban Jr. von Cubao die Organisatoren begrüßte und versprach, die Petition zu unterzeichnen.
Kontrolle der Dynastien
Politische Dynastien werden seit langem für die weit verbreitete Ungleichheit und Korruption auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Laut den Organisatoren von „Dapat Isa Lang“ kontrollieren politische Dynastien 87 Prozent der Provinzen, 83 Prozent der Wahlkreise und 75 Prozent der Städte auf den Philippinen. „Wir lehnen nicht nur ein System ab. Wir kämpfen für eine bessere Zukunft“, erklärten die Organisatoren in einem Manifest und gelobten, für eine Philippinen zu kämpfen, „in der keine Familie die Nation als Geisel nimmt“.
Eine der Gruppen hinter „Dapat Isa Lang“ ist „Simbahang Lingkod ng Bayan“ (Kirche im Dienst der Nation), eine von Jesuiten geführte Nichtregierungsorganisation. Ihr Geschäftsführer, Karlo Abadines, sagte laut ucanews, das Eintreten für ein Anti-Dynastie-Gesetz sei „ein Akt sozialer Gerechtigkeit“.
(uca news – nm)
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