EU: „Was der Papst fordert, tun wir schon“

Die Europäische Kommission sieht große Schnittmengen mit Papst Leo XIV. in der Einstellung zu Künstlicher Intelligenz (KI).

Der Aufruf des Papstes, KI im Dienst an der Menschenwürde und am Gemeinwohl einzusetzen, spiegle Grundsätze wider, die bereits im Regulierungsansatz der EU in Bezug auf Technologie verankert seien. Das sagte Thomas Regnier, Sprecher der Europäischen Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, gegenüber EWTN News.

Wörtlich sagte Regnier: „Wir können uns der Vision Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. und der Notwendigkeit eines soliden Rechtsrahmens für KI nur voll und ganz anschließen.“ In der EU sei dies „nicht nur ein Ziel: Es ist bereits das, was wir durch das KI-Gesetz und weitere Gesetzeswerke umsetzen“, so Regnier.

„Wir haben KI-Systeme verboten, die die Schwächsten ausbeuten“

Was der Papst fordere, stehe im Einklang mit der bestehenden europäischen Politik. „Wir schützen Minderjährige im Internet. Wir haben KI-Systeme verboten, die die Schwächsten ausbeuten. Wir schützen Frauen und Kinder vor nicht einvernehmlichen und sexuellen Missbrauch darstellenden, KI-generierten Inhalten. Wir haben das Social Scoring verboten.“

Social Scoring bedeutet, das Informationen über Menschen gesammelt und bewertet werden, um ihnen eine Art Punktzahl („Score”) zu geben.

Der Sprecher äußerte sich nach einem Dialogtreffen der Kommission mit Kirchenführern und Experten, bei dem es um die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI ging. Papst Leo XIV. hat in seiner ersten Enzyklika „Magnifica humanitas“, die im Mai veröffentlicht wurde, zur „Bewahrung des Menschen“ im Zeitalter von KI aufgerufen.

(ewtn – sk)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..

23. Juni 2026, 11:59