Vom 15. bis 17. Juni 2026 findet im französischen Évian-les-Bains der diesjährige G7-Gipfel der führenden demokratischen Industrienationen statt Vom 15. bis 17. Juni 2026 findet im französischen Évian-les-Bains der diesjährige G7-Gipfel der führenden demokratischen Industrienationen statt 

Bischöfe der G7-Staaten mahnen vor Gipfel in Évian

Vom 15. bis 17. Juni 2026 findet im französischen Évian-les-Bains der diesjährige G7-Gipfel der führenden demokratischen Industrienationen statt. Vor dem Treffen haben die Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenzen der sieben G7-Staaten diesen Donnerstag erstmals eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin rufen sie die Staats- und Regierungschefs auf, Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und die Menschenwürde zu übernehmen.

Im Einzelnen haben die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA die G7-Teilnehmer vor dem Hintergrund der weltweiten Krisen dazu aufgerufen, Brücken zu bauen „für Frieden, Gerechtigkeit und die Menschenwürde“. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in einer Pressemitteilung mit. Die Bischöfe fordern demnach insbesondere die Stärkung von Multilateralismus und Völkerrecht, eine solidarische Entwicklungspolitik mit dem Globalen Süden, internationale Regeln für Künstliche Intelligenz – vor allem zum Schutz von Kindern und Jugendlichen –, mehr Engagement für den Schutz der Schöpfung sowie die Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen. Zugleich biete die katholische Kirche ihre weltweite Erfahrung im humanitären Einsatz und im Brückenbauen zwischen Völkern als Beitrag zu Frieden und Dialog an.

„Uns allen ist es mit dem heutigen Text ein Anliegen, die Kirche zu Gehör zu bringen. Denn wir wollen unseren Beitrag zum Erhalt der Zivilgesellschaft leisten und – ganz im Sinne von Papst Leo XIV. – zu aktuellen politischen Fragen Stellung beziehen“

Für den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, ist es ein wichtiges Zeichen, dass die kirchlichen Vertreter aus den G7-Staaten erstmals eine solche gemeinsame Erklärung veröffentlichen. „Uns allen ist es mit dem heutigen Text ein Anliegen, die Kirche zu Gehör zu bringen. Denn wir wollen unseren Beitrag zum Erhalt der Zivilgesellschaft leisten und – ganz im Sinne von Papst Leo XIV. – zu aktuellen politischen Fragen Stellung beziehen."

Die Friedensethik der Kirche könne ein Schlüssel sein, um die politisch Verantwortlichen der G7-Staaten an die Fundamente der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Versöhnung zu erinnern. „Wir brauchen eine weltweite humanitäre Wende, die wieder den Menschen in den Fokus allen Handelns stellt.“

(pm - sst) 

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12. Juni 2026, 15:19